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Der Wirt und sein neues Domizil: Der Gautinger Gennaro Donato wird der erste Betreiber des Cafés im Salettl im Gautinger Schlosspark.

Im Gautinger Schlosspark

Gennaro Donato ist der Wirt im Salettl

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Ab Mitte Juni gibt es im Salettl im Gautinger Schlosspark ein Café. Der Wirt des neu gestalteten gemeindeeigenen Lokals ist Gennaro Donato. Der 46-jährige Italiener lebt in Gauting und betreibt derzeit einen Catering-Service. Den will er weiter behalten und gleichzeitig das kleine Lokal im Schlosspark bewirtschaften.

Gauting – Der Vorvertrag mit der Gemeinde Gauting ist unterschrieben, jetzt wartet Donato nur noch auf das Okay des Gesundheitsamtes. „Das Amt muss die Küche abnehmen, dann können wir loslegen“, sagt er auf Anfrage. „Je schneller, desto besser.“

Starten will er mit Kaffee und Kuchen und kleinen Gerichten. Ab September, wenn dann die massgefertigten Möbel eingebaut sind und die Küche von den Behörden abgenommen ist, denkt der gelernte Koch an Fisch- und Fleischspezialitäten sowie ein paar besondere Nudelgerichte. „Eine kleine, feine Karte soll es werden“, sagt der Salettl-Wirt. „Wir wollen auch eine Mittagskarte anbieten, mit zwei, drei Nudelgerichten und einem Salat.“

Der Vorvertrag, den Donato mit Gautings Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger geschlossen hat, ist zunächst bis Oktober befristet, teilt das Rathaus mit. „Hintergrund sind notwendige technische Ertüchtigungen, die aufgrund des gastronomischen Konzepts von Herrn Donato notwendig sind“, sagt Rathaussprecherin Charlotte Riebold. Aber es soll möglichst schnell losgehen, wünscht sich auch das Rathaus. Deshalb startet „der Gautinger Italiener“, wie es in der Rathaus-Mitteilung heißt, mit den Möbeln, die er für sein Catering nutzt.

Für die Gautinger heißt das, dass sie in diesem Sommer endlich wieder einen Kaffee im Schlosspark trinken können. Wie berichtet, hatte sich die Initiative „Rettet das Schlosscafé“ seit neun Jahren massiv dafür eingesetzt, dass es im Schlosspark wieder ein Lokal gibt. Nachdem das Café im Schloss anderweitig vermietet worden war, hatte die Gemeinde Gauting das Salettl fit für eine Restauration gemacht und 190 000 Euro in den Umbau investiert. Jetzt bietet das Salettl 30 Plätze im Gastraum und 40 Plätze im Außenbereich. Die Pacht in Höhe von 1100 Euro monatlich war öffentlich ausgeschrieben worden. Der Gewinner der Ausschreibung hatte sich nach Beginn der Verhandlungen über die Details des Pachtvertrages allerdings zurückgezogen (wir berichteten). So kam Gennaro Donato zum Zug.

Der verheiratete Vater dreier Kinder wollte von klein auf Koch werden. „Ich habe als Kind schon mit meiner Mutter am großen Topf gestanden – große Familie, großer Topf, ich habe sechs Geschwister“, erzählt der gebürtige Kalabrese. Die Leidenschaft fürs Kochen hat ihn begleitet, er war in Kalabrien auf der Gastronomieschule und kam schließlich 1996 nach Deutschland. „Ich habe in guten Hotels gekocht und in gehobenen Restaurants.“ Ein eigenes Lokal hatte er auf der Schwanthaler Höhe in München und war in einem Restaurant im Schlachthof-Viertel, wo die Prominenz verkehrte. „Ich bin ein Starkoch, ich habe schon für die Stars gekocht“, sagt er mit einem Lachen. Ab Juni kocht er für die Gautinger.

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