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So schlimm wie auf diesem dpa-Bild sind die Auswüchse in Gauting noch nicht. Aber der Ärger wegen zurückgelassenen Mülls nach Jugendpartys ist groß.

Jugendszene

Ärger mit Partyvolk

Der Grillplatz im Grubmühlerfeld , die Flächen vor dem Bürger- und Kulturzentrum Bosco, ja selbst der Rathausvorplatz sind für die Gautinger Jugend willkommene Orte, um zu chillen und mit Gleichgesinnten zu feiern – meistens mit Musik lautstark untermalt. Die jungen Leute stören nicht nur die Anwohner, sondern lassen gerne auch ihren Abfall zurück.

Gauting–  Darüber führte Gemeinderätin Kirsten Platzer (parteifrei) jüngst in einer Sitzung des Umweltausschusses Klage. Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger bestätigte das. Erst tags zuvor sei im Umfeld des Bosco so laut Musik gehört worden, „dass wir die Polizei vorbeischicken mussten“. Die Jugendlichen reagierten mitunter so aggressiv, dass sich Passanten „nicht wohl fühlen“, ergänzte Platzer. Auf dem Rathausplatz chillten Feierlustige – und hinterließen ihren Dreck samt zu Bruch gegangener Bierflaschen. Gemeinsam mit der Polizei werde der Gautinger Ordnungsamtsleiter Maximilian Donner künftig mehr durchgreifen, kündigte die Bürgermeisterin an.

Auch am gemeindlichen Grillplatz neben der Seniorenresidenz am Angerweg lärmten feiernde Jugendliche abends ungeniert herum, so Platzer weiter. Männlein wie Weiblein würden dort einfach ins freie Gelände urinieren. Dixie-Klos würden leider umgeworfen, entgegnete die Bürgermeisterin. Über zurückgelassenen Abfall am Grillplatz wundere sie sich, sagte Platzer. Denn als ihre Schwester dort ihren 30. Geburtstag feiern wollte, habe sie bei der Gemeinde eine Kaution hinterlegen müssen. Die habe sie zurückbekommen, nachdem sie den Platz picobello aufgeräumt hinterlassen habe. Die Bürgermeisterin kannte das Problem: „Das passiert, wenn die Leute sich nicht bei uns für die Grillplatznutzung anmelden.“ Dann habe die Gemeinde keinen Verantwortlichen.

Partys im Grubmühlerfeld seien nichts Neues, erinnerte sich Maximilian Platzer (CSU) an seine eigene Gymnasialzeit. Die Müllbehälter dort seien zu klein. Früher habe sich die Polizei einen Jugendlichen herausgegriffen, dessen Personalien aufgenommen und ihn verantwortlich gemacht, den Platz aufgeräumt zu verlassen. Es gibt auch positive Aspekte: Beim Bosco aufgestellte Alu-Stapler würden zur Entsorgung von Pizzakartons genutzt, sagte Kössinger.

Von Christine Cless-Wesle

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