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Für die Modul-Wohnhäuser sollen die Schuppen (l.) hinter dem gemeindlichen Mietshaus (r.) an der Gautinger Ammerseestraße verschwinden. 

Wohnungsmarkt

Günstig Wohnen in Modul-Häusern ab 2018

In einfacher Modulbauweise bezahlbaren Wohnraum schaffen. Das soll in Gauting in Bahnhofsnähe passieren. Bezugsfertig in 2018.

Gauting – Groß ist die Wohnungsnot auf dem teuren Pflaster Würmtal. Gautings Vizebürgermeister Dr. Jürgen Sklarek und der Bauausschuss wollen deshalb das geförderte Wohnbauprojekt in Modul-Bauweise für Sozialschwache zügig voranbringen. 2018 werden die Sozialwohnungen auf dem Gemeindegrund zwischen kommunalem Mietshaus Ammerseestraße 14 und dem Park & Ride-Platz fertig, sagt Kreisbaumeister Dr. Christian Kühnel.

In zentraler Lage sollen in Bahnhofsnähe die jetzigen Schuppen dem Wohnprojekt mit preiswerten Wohnungen weichen, erklärte der zuständige Abteilungsleiter im Rathaus, Rainer Härta, den Mitgliedern des Bauausschussesd. Derzeit sei das öffentlich bezuschusste Projekt noch in der Warteschleife beim Kreisbauamt. Das Projekt sei sehr dringlich, machte Vizebürgermeister Sklarek Dampf. Denn falls an der Forst-Kasten-Straße die letzte marode Bude der Stockdorfer Obdachlosen-Unterkunft auch noch abbrenne, werde es höchste Zeit fürs Modul-Mietshaus an der Ammerseestraße.

Parallel zum Park & Ride-Platz soll auf dem Gemeindegrund neben dem Grundschulsportplatz ein zweistöckiges Haus mit 500 m² Grundfläche entstehen. Das Sozial-Wohnbauprojekt hatte der Gemeinderat schon Ende 2015 beschlossen. Doch laut Bauamtsleiter Härta wird sich der mit dem Kreisbauamt und dem Verband Wohnen geplante Modulbau verzögern. Das entsprechende staatliche Förderprogramm sei zudem ausgelaufen, sagte Härta im Bauausschuss.

Doch das Gegenteil sei der Fall. „Die Fördertöpfe sind gefüllt“, versuichert Kreisbaumeister Kühnel auf Anfrage. Das habe ihm Regierung erst vor wenigen Tagen mitgeteilt. Nachdem die Probleme mit wöchentlich 53 neu hinzukommenden Flüchtlingen dank der Wohncontainer-Anlagen inzwischen übergangsweise gelöst seien, „müssen wir jetzt in die Pötte kommen“, rät der Kreisbaumeister. Das Gautinger Projekt sei eines von zwei bis drei im Landkreis.

Über standardisiertes Bauen mit Modulen werde der Wohnkomplex kostengünstig umgesetzt. Im März werde die öffentliche Ausschreibung fertig, sagt der Kreisbaumeister: „Wir wollen deutlich unter die Mindestbaukosten von 1400 bis 1800 Euro pro Quadratmeter kommen.“ Bis Ostern stehe der Gewinner der Ausschreibung fest. Kühnel hofft, ein Bau-Modul von einer Fertigungsstraße zu bekommen.

Wegen der hohen Kosten für Bauland im Fünfseenland seien kommunale Grundstücke das A und O des von der Regierung zu 30 Prozent geförderten Wohnungspakts II für sozial Schwache und Bedürftige. Drei Landkreisgemeinden hätten erste Priorität, im Wohnungspakt II zum Zuge zu kommen, sagt Kühnel. Darunter sei auf jeden Fall das Projekt der Gemeinde Gauting beim Bahnhof. Damit möglichst viele Menschen ein günstiges Dach überm Kopf bekommen, werde das Gemeindegrundstück sehr dicht bebaut. 2018 soll das Modul-Mietshaus mit Sozialwohnungen fertiggestellt sein.

Christine Cless-Wesle

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