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Als Freundeskreis bleiben Ulrike Deeg, Prof. Jürgen Schade, Heidi Köbele, Maria Rüchardt, Christian Hadlich, Josef Thumann und Dr. Robert Reiß zusammen.

Initiative „Rettet das Schloss-Café“

Freundeskreis bleibt wachsam

„Rettet das Schlosscafé“ ist am Ziel. Das Lokal im umgebauten Gautinger Schlosspark-Salettl läuft. Die 15 verbliebenen Mitglieder haben ihre Initiative am Sonntag aufgelöst. „Wir bleiben ein Freundeskreis“, sagt die Vorsitzende Ulrike, der bei Bedarf wieder aktiv werden wird.

Gauting Gute Stimmung herrschte bei der letzten Mitgliederversammlung von „Rettet das Schlosscafé“ im Gasthaus Zum Bären. „Wir haben viel erreicht“, sagte die Vereinsvorsitzende Ulrike Deeg mit freudigem Unterton. Sie blickte noch einmal zurück. 1999 gab es in Gauting ein erfolgreiches Bürgerbegehren „Kein Industriegebiet im Schlosspark“, erinnerte Deeg. Weil die Gemeinde schon damals knapp bei Kasse war wegen nicht ausreichender Gewerbesteuereinnahmen, wollte der Gemeinderat einen neuen Firmenkomplex in den Schlosspark setzen.

Nortrud Fischer startete damals das erste Bürgerbegehren. Parallel dazu gründete Daisy Fischer den Förderverein Remise Schloss Fußberg – mit dem Ziel einer überwiegend öffentlichen Nutzung. Kulturmanagerin Jane Höchstetter und Jazz-Musiker Stefan Berchtold betrieben seit 2000 das kleine Café in Schloss Fußberg, so Deeg weiter. Ende 2008 kam der Paukenschlag: Schloss-Mieter Engel & Zimmermann hatte den Untermietvertrag für das Café gekündigt. Deshalb hoben Dr. Jürgen Schade und seine Frau Heidi Köbele die Bürgerinitiative „Rettet das Schlosscafé“ aus der Taufe. Im Nu waren 3400 Unterschriften gesammelt. In einer turbulenten Sitzung – mit ausgerollten Protestplakaten von „Wutbürgern“ – erklärte der damalige Gemeinderat das angestrebte Bürgerbegehren für unzulässig, so Deeg.

Doch die Initiative ließ nicht locker. Es wurden Künstlerfeste gefeiert, Höchstetter und Berchtold betrieben an Sommerwochenenden einen Café-Wagen im Schlosspark. Erst als die Vertragsverlängerung fürs ebenfalls vermietete gemeindliche Schlosspark-Salettl zur Disposition stand, gab es nach der Kommunalwahl 2014 wieder eine Chance. Nach Plänen von Architekt Christian Hadlich ließen Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger und der Gemeinderat das Salettl um einen Glasanbau erweitern.

„Sehr ambitioniert“ betreibe jetzt der Gastronom Gennaro Donato das Lokal, betonte Deeg – und fügte zufrieden hinzu: „Wir haben unser Ziel erreicht.“ Das fand auch der Rest der Versammlung. Einstimmig lösten die 15 Mitglieder den Verein „Rettet das Schlosscafé“ auf. Der Vorstand wurde einmütig entlastet. Mit dem Restguthaben von 580 Euro wird der Freundeskreis im „Gennaro“ noch eine interne Weihnachtsfeier veranstalten.

„Wir sind stolz, was wir mit Beharrlichkeit erreicht haben“, resümierte Architekt Hadlich. Im „Gennaro“ hätten die Bürger wieder einen Ort der Begegnung im Schlosspark Nur die Kultur komme noch etwas zu kurz. Doch das liege nicht an der örtlichen Verwaltung, sondern an den Lärmschutzauflagen des Landratsamts. Salettl-Wirt Gennaro Donato und der bekannte Gautinger Jazzkonzert-Veranstalter Dr. Manfred Frei seien aber bereits im Gespräch.

Christine Cless-Wesle

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