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Was auf dem Areal der alten Grundschule passiert, soll am 8. Dezember entschieden werden. 

Bahnhofsumfeld in Gauting

Drei Investoren an Schulgelände interessiert

Gauting - Drei Investoren sind am Gelände der ehemaligen Gautinger Grundschule beim Bahnhof interessiert. In der Gemeinderatssitzung am 8. Dezember werden ihre Entwürfe vorgestellt.

„Alles geheim?“ fragen Dr. Ulla Ziegler und Professorin Mechthild Lobisch. In einem offenen Brief an Rathauschefin Dr. Brigitte Kössinger und die Gemeinderäte wollen die erste und zweite Vorsitzende des Gautinger Bürgerforums wissen, warum die Planungsergebnisse des Investoren-Wettbewerbs für das Areal der alten Gundschule beim Bahnhof unter Verschluss sind. Schließlich werde die Gemeinde das Areal doch noch heuer verkaufen.

„Art und Lage des Grundstücks sind für die künftige Ortsplanung und -entwicklung von außerordentlich großem öffentlichem Interesse“, schreiben die beiden Vetreterinnen des Bürgerforums. Deswegen sei es unabdingbar, dass alle Bürger Gelegenheit zu Fragen und Stellungnahmen bekommen – und zwar vor dem Verkauf des Geländes.

Hintergrund: Die Kommune muss ihr Filetgrundstück in 1A-Lage beim Bahnhof noch heuer vermarkten. Über den Verkauf wird nämlich die schon 2014 abgeschlossene Generalsanierung der unteren Grundschule neben dem Rathaus finanziert. Heuer gab es deshalb bereits den zweiten Investoren-Wettbewerb für das ehemalige Schulgelände beim Bahnhof. Architektin Claudia Schreiber hatte die Regie – und die bereits erarbeiteten Kriterien aus Integriertem Städtebaulichem Entwicklungskonzept (ISEK) und städtebaulichem Ideenwettbewerb zusammengeführt, sagt Rathaussprecherin Charlotte Rieboldt. Drei Investoren hätten ihre Entwürfe für das Areal eingereicht. Doch die interessierte Öffentlichkeit habe keine Information, kritisieren Ziegler und Lobisch in ihrem Bief an die Rathauschefin.

Die Bürgermeisterin habe das unserer Redaktion vorliegende Schreiben nicht erhalten, wunderte sich gestern Rathaussprecherin Charlotte Rieboldt. Der Wunsch des Bürgerforums wird aber erfüllt: Am Donnerstag, 8. Dezember, 19.30 Uhr, werden die drei Investoren-Entwürfe in der Sitzung des Gemeinderates vorgestellt“, erklärt Rieboldt. „Wir konnten damit nicht vorher an die Öffentlichkeit“, sagt die Sprecherin. Denn nach Auskunft von Bauamtsleiter Rainer Härta sei es ein geordnetes Verkaufsverfahren mit Wettbewerbssituation.

Jetzt soll es aber zügig weitergehen, denn: „Die Rechtsaufsicht sitzt uns im Nacken.“ Die Gemeinde müsse die schon vom vorherigen Gemeinderat beschlossene Gegenfinanzierung der 8,6 Millionen Euro teuren Saniorung der Grundschule neben dem Rathaus endlich umsetzen. So wird es weitergehen: Nach der öffentlichen Präsentation am 8. Dezember entscheidet der Gemeinderat, welcher Investor zum Zuge kommt. Kriterien für den Zuschlag seien städtebauliche Aspekte, die künftige Nutzung und nicht zuletzt der zu erzielende Preis, so die Rathaussprecherin. Im Rahmen des Vorhaben-bezogenen Bebauungsplans würden auch die Bürger Gelegenheit bekommen, sich zu äußern.

Christine Cless-Wesle

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