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Stop-Motion lautet der Fachbegriff für das, was diese vier Workshopteilnehmer umsetzen. Sie produzieren Schritt für Schritt einen Trickfilm.

Kinder- und Jugendfilmfest

Klon, Hexe und ein freier Sitzplatz

Zum vierten Mal fand am Mittwoch das „Mitmachkino“ im Rahmen des Kinder- und Jugendfilmfestes statt, an dem um die 100 Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 14 Jahre teilnahmen – veranstaltet von der Kommunalen Jugendarbeit des Landratamtes Starnberg und dem Starnberger Kurzfilmprojekt mit Unterstützung des Kino Breitwand in Gauting. Dort fanden auch die Workshops rund um das Thema Film statt.

Gauting – Fünf Freunde sitzen gemeinsam im Kino. Plötzlich betritt ein Klon des elfjährigen Kieran den Saal. Eine Hexe will dem Buben helfen, doch zaubert sie ihn aus Versehen auf die Kinoleinwand – und der Klon schnappt sich den freien Sitzplatz. Das war die Idee, die einige Kinder für einen Kurzfilm ausgeheckt hatten.

„Wir wollen die Kinder motivieren, mit Film in Kontakt zu treten, sodass sie einfache Schritte in Filmen verstehen können und ein besseres Medienverständnis erlangen“, erläutert Carina Eisner, Medienpädagogin im Team der Kommunalen Jugendarbeit, die Intention des „Mitmachkino“. Bei einem der Workshops hatten die jungen Leute die Möglichkeit, sich eine Kurzgeschichte zu überlegen, um sie zu verfilmen.

„Ich erzähle gerne Geschichten“ sagte die 32-Jährige Regie-Studentin, Sophie Averkamp, die den Workshop leitete und den Kindern bei der Verwirklichung ihrer Ideen half.

Weitere Workshops beschäftigten sich mit Fotos vor einem Green-Screen, Masken, Trickfilm und Schauspielunterricht. Besonders gefragt war der Workshop Ton und Musik, der von dem Filmkomponisten Rainer Bartesch geleitet wurde. Der Maisinger beherrscht 40 Instrumente und hat schon über 75 Filme vertont. Er erklärte den Kindern verschiedene Filmmusiktechniken wie das sogenannte Mickey-Mousing, bei dem die Musik die Geschehnisse im Film punktgenau begleitet. „Musik weckt viele verschiedene Emotionen“, sagte Bartesch. Er verdeutliche das an von einer Drohne gefilmten Landschaftsaufnahmen, die er mit verschiedenen Musikstilen unterlegte. „Die Kinder waren wahnsinnig interessiert, und auch die Jüngsten konnten fundierte Aussagen machen“, sagte Bartesch.

Hauptdarsteller Kieran aus dem eingangs erwähnten Kurzfilm resümierte selbstbewusst: „Ich finde, ich habe Schauspieltalent“. Wie der 13-jährige Marlon verkündete er: „Ich will Schauspieler werden.“ Carina Eisner: „Es gab viel Trubel, begeisterungsfähige Kinder, die zusammen mit ihren Freunden Spaß hatten, zu filmen.“

Am Samstag werden die Beiträge des Kurzfilmwettbewerbs gezeigt und die Sieger ermittelt – ab 10 Uhr im Breitwand in Starnberg.

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