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Edle Stoffe ordert Sabine Ruhdorfer, um Dirndl nach Kundinnen-Wünschen maßgenau zu schneidern.

Handwerk

Auf Maß geschneidert

Bis kurz vor Weihnachten ratterte bei Sabine Ruhdorfer die Nadel der Nähmaschine – über edle, aber auch über zerschlissene Stoffe. In ihrem Buchendorfer Atelier „Herzstück“ wird nämlich auch repariert oder geändert.

Buchendorf – Das Paradestück der jungen Meisterin ist ein auf Maß geschneidertes Dirndl, das die Buchendorferin Claudia Lüpke mit Seidenbrokat-Mieder erstmals bei der Weihnachtsfeier ihres Arbeitgebers trug.

„Das ist eine Aufragsarbeit“, sagt die 27-jährige Schneidermeisterin beim Werkstatt-Besuch in Buchendorf. Auf der Schneiderpuppe hängt ein grünes Baumwolldirndl mit aufwendiger Schürze. Kleine Hirsche sind in den Stoff eingewebt. „Meine Kundinnen suchen den Stoff aus“, erklärt Sabine Ruhdorfer, die dann die zum Teil noch von Hand gewebten Stoffe ordert. Zum Beispiel bei Hofer am Chiemsee.

Die 27-Jährige brennt für ihre Handwerkskunst: „Schon als Kind habe ich mit meiner Oma Puppenkleider genäht, gehäkelt und gestickt“, erzählt die Buchendorferin. Nähen und Maßschneidern hat Ruhdorfer von der Pike auf gelernt: „Erst war ich bei Ulrike Breitenhuber in Neuried“, erzählt die Schneiderin. Danach absolvierte die Buchendorferin die Meisterschule in München. Ihr Atelier „Herzstück“ betreibt Sabine Ruhdorfer seit einem Jahr im Haus ihrer Großmutter.

„Viele Kundinnen stehen einfach vor meiner Tür“, erzählt die „Herzstück“-Gründerin. So auch Claudia Lüpke: „Ich habe mir ein neues Dirndl für die Weihnachtsfeier meines Arbeitgebers eingebildet“, sagt die Bürogehilfin und zweifache Mutter. „Jeder, der mich in dem Dirndl gesehen hat, fand das Gwand supertoll“, schwärmt sie.

Je nach Stoffart kostet ein auf Maß geschneidertes Dirndl bis zu 750 Euro, sagt Sabine Ruhdorfer. nm Münchener Trachtengeschäften zahle man für solche Unikate mit Seidenbrokat gerne auch das Doppeltee. Die feinen Mieder-Bordüren und die Säume näht Sabine Ruhdorfer aufwendig von Hand. „Mit Anproben“ brauche sie für so ein Festtagsgewand zwei Wochen, sagt die Meisterin. In den letzten Tagen vor Weihnachten hatte sie vor allem mit Änderungsarbeiten zu tun. Für Neuaufträge ist sie nach den Festtagen gewappnet.

Christine Cless-Wesle

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