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Fasziniert vom 3-D-Drucker sind die Mädchen und Buben beim spannenden Ferienprogramm-Angebot der Gautinger Gemeindebücherei. 

Ferienprogramm

Schweinchen-Anhänger aus dem Drucker

Das ist der Renner im Gautinger Ferienprogramm. Ein Workshop mit dem 3-D-Drucker war blitzschnell ausgebucht.

Gauting – „Das wäre schon cool für Gäste – wenn die Schokokekse aus dem 3-D-Drucker kommen“, macht sich Maximilian (11) Gedanken für die Zukunft. Für den Gautinger Gymnasiasten rückt diese Vision schon ziemlich nahe. Im „Fablab (Fabrikationslabor) Kids“ – der Renner im Gautinger Ferienprogramm – entwarfen zehn Mädchen und Buben Tierfiguren am Laptop. Anschließend druckte Maximilian das Hausschwein aus dem Computerspiel „Minecraft“ am 3-D-Drucker aus – als dreidimensionalen Schlüsselanhänger.

„Verwirkliche Deine Ideen mit 3D-Drucker und Lasercutter“ – mit diesem Ferienangebot hat Gemeindebüchereileiterin Doreen Kleiner ins Schwarze getroffen. Der Kurspremiere von Lehrer Christopher Müller, genannt Stoffel, war sofort ausgebucht. Mit Stoffel hatten die Kinder die Gemeindebücherei ganz für sich.

„Das 3-D-Design-Programm Tinkercad kannst Du kostenlos im Internet runterladen“, erklärt Finn-Erik (9) der Merkur-Reporterin. „Hier kannst du verbreitern, vergrößern oder die Farbe wählen“, erklärt Lehrer Stoffel. Julia (11) hatte bereits das dreidimensionale Modell ihres Elternhauses auf dem Bildschirm. „Das hat mein Uropa gebaut“, erzählt Julia. Roman war mit seinem ersten Werk schon fertig. Stolz präsentiert der Zehnjährige sein dreidimensionales Namensschild in Orange – frisch aus dem Drucker.

Das Plastik läuft in dem Gerät von schmalen Rollen und wird auf 210 Grad erhitzt, erklärt Maximilian. Beim Druckvorgang misst man auf der Platte zwischen Aluminium und Glas noch 70 Grad. Weil Schicht für Schicht gedruckt wird, hat die große 3-D-Eule, die Stoffel den Kindern zu Anschauungszwecken mitgebracht hat, zehn Stunden gebraucht, bis sie fertig war, weiß Maximilian: Kein Wunder: Der Gymnasiast schaut regelmäßig die „Sendung mit der Maus“ – auch zum 3D-Druck.

„Eigentlich wollte ich die Golden-Gate-Bridge bauen“, sagt Tamara (12). Doch das sei doch sehr aufwändig. Deshalb begnügte sich das Mädchen mit einer normalen Brücke. Ihr Bruder Dominik entwirft derweil eine Fantasiefigur mit Dreizack und (Geistes-)Blitzen. „Das wird ein Glücksbringer“, sagt Dominik.

Und Maximilians Vision hat Realitätssinn: In der Sendung „Galileo“ habe er einen 3D-Drucker gesehen, der Schokokekse herstellt, erzählt der experimentierfreudige Gymnasiast. 

Christine Cless-Wesle

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