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Matthias Helwig mit Mitwirkenden einer Veranstaltung im Herbst vergangenen Jahres im Gautingen Kino.

Filmfest

Helwig verzichtet auf Zuschuss

Matthias Helwig verzichtet auf einen Zuschuss der Gemeinde Gauting für sein Fünf-Seen-Filmfestival. Das hat er aus Verärgerung über die Kürzung seines Zuschussantrages  öffentlich gemacht.

Gauting– In einem Schreiben an die Bürgermeisterin und die Gautinger Gemeinderäte führt der Betreiber des Kinos Breitwand aus: „Ich habe mich dazu entschlossen, die 5000 Euro, die mir die Gemeinde Gauting geben will, anderen Kulturschaffenden in Gauting zur Verfügung zu stellen. Sie können sich um diese Summe bewerben, die ja nun im Etat der armen Gemeinde Gauting frei geworden ist.“ Er hoffe, dass die Gautinger stolz seien, das Fünf-Seen-Filmfestival in ihrem Ort zu haben.

Bei den Kommunalpolitikern vermisst der Kinobetreibern allerdings diese Wertschätzung. Diesen Schluss zieht Helwig aus der Weigerung des Gemeinderates, ihm den beantragten Zuschuss in Höhe von 15 000 Euro zu gewähren. Er vergleicht die Haltung der Gemeinde mit der finanziellen Unterstützung, die andere Kommunen für kulturelle Veranstaltungen dieser Art aufwenden. So decke die Landeshauptstadt mit einem Zuschuss in Höhe von einer Million ein Drittel des Gesamtetats des Münchner Filmfestes. Der zugestandene Zuschuss der Gemeinde Gauting mache gerade einmal 1,8 Prozent des 300 000-Euro-Etats für des Fünf-Seen-Filmfestival aus.

Helwig argumentiert, sein Festival sorge als zweitgrößtes seiner Art in Bayern weit über die weiß-blauen Grenzen hinaus für Schlagzeilen und werbe damit auch für den Namen der Gemeinde Gauting. Seiner Meinung nach sei es nicht eine Frage des Gesamtetats, „5000 Euro mehr oder weniger sind – wie ich aus eigener Erfahrung weiß – eine Frage des Willens der Gemeinderäte und der Bürgermeisterin“. Über diese Aussage hatten sich die Gemeinderäte empört geäußert (wir berichteten).

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