Sontowski-Großbaustelle, Gauting
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Verbesserte Verkehrsführung: Im Bereich der Sontowski-Großbaustelle sind die Umleitungen angepasst worden, was die Lage deutlich entspannt hat. 

Sontowski-Großbaustelle

Kürzere Staus und ein laufender Bus

Nachbesserungen an den Umleitungen im Bereich der Sontowski-Großbaustelle zeigen Wirkung: Die Staus sind kürzer geworden. Zwar läuft die erste Phase nur bis Ende nächster Woche, die Einbahnregelungen bleiben Verkehrsteilnehmern aber noch Monate erhalten.

Gauting – Eine neue Umleitung rund um die Sontowski-Großbaustelle beim Gautinger Bahnhofplatz ist seit wenigen Tagen in Kraft. Damit haben die Behinderungen in der Anfangsphase der Arbeiten offensichtlich ein Ende.

Da Fahrzeuge im oberen Abschnitt der Bahnhofstraße nur in eine Richtung bergauf fahren dürfen, hätten sich die Staus auf der Bahnhofstraße verkürzt, stellt Gautings Polizeichef Ernst Wiedemann im Hinblick auf die Neuregelung durch das Landratsamt fest. Abbiegen auf die Ammerseestraße von der Bahnhofstraße ist derzeit unmöglich – das bremst den Verkehrsfluss also nicht. „Heute lief das einwandfrei“, zog der Dienststellenleiter eine erste Zwischenbilanz für Montag. Manche Autofahrer realisierten jedoch nicht, dass sie von der Bahnhof- nicht mehr auf die Ammerseestraße abbiegen dürften – über die Rafael-Katz- und die Ammerseestraße fließe derzeit der Umleitungsverkehrs in Einbahnregelung. Wiedemann lässt seine Beamten auch morgens die Lage beobachten, der Verkehr laufe aber reibungslos. Es habe sich auch niemand beschwert.

Zuvor war das ganz anders: Durch Linksabbieger Richtung Ammerseestraße bildeten sich vor der Ampel an der Großbaustelle auf der bisher bergauf und bergab befahrbaren Bahnhofstraße morgens und am frühen Abend lange Staus bis zur Münchener Straße. Von der Aral-Tankstelle an der Münchener Straße, in deren Nähe er einen Kunden beliefert habe, habe er eine geschlagene halbe Stunde zurück zu seinem Geschäft an der Bahnhofstraße gebraucht, berichtete zum Beispiel Naturkostladen-Inhaber Dieter Mückenhausen noch vergangene Woche. Ohne Stau braucht man für diese 1,2 Kilometer lange Strecke nur vier Minuten. Polizeichef Wiedemann ist daher mit der aktuellen Umleitung zufrieden. Denn der Verkehr fließe besser als zuvor. Grundsätzlich müssten die Bürger „halt akzeptieren“, dass am Bahnhof eine Großbaustelle ist.

Überrascht waren sowohl die Gemeinde Gauting als auch Grundschul-Rektorin Andrea Hofmann über die Neuregelung der Kreisbehörde. Die Linienbusse halten seit dieser Woche nicht mehr auf dem Parkplatz vor der oberen GrundschuleAmmerseestraße, sondern neben dem Bahnhof am Park-and-Ride-Platz, also der jetzigen Einbahn-Umleitung Rafael-Katz-Straße. Auf die Schnelle habe die Gemeinde deshalb für die Grundschulkinder einen „Walking Bus“ zu den neuen Ersatz-Haltestellen initiiert, sagte Rathaus-Sprecher Andreas Röming auf Anfrage. Bisher laufe dieser „Bus mit Füßen“ ganz gut, so Rektorin Andrea Hofmann. Schülerlotsin Christina Bredow begleite morgens und mittags Kinder gruppenweise von der Ersatz-Bushaltestelle über die Fußgänger-Umleitung bis zur Grundschule und umgekehrt. „Wir sind noch in der Erprobungsphase“, sagt Rektorin Hofmann. Nach Unterrichtsschluss passte dieser Tage Schulweghelfer Sergej Schischkin an der Einsatzstelle auf, begleitete die Kinder grüppchenweise über die stark befahrene Umleitungsstrecke Richtung Unterführung. Morgens sei nun noch viel mehr Autoverkehr, bemängelt der Schulweghelfer die aktuelle Lösung.

Die Phase 1 der Umleitung um die Großbaustelle läuft noch bis 27. November, erklärt Römig. Die Einbahn-Regelung auf Bahnhof-, auf Rafael-Katz- und Ammerseestraße ortseinwärts bleibe bis Februar 2021. Nach der Neuregelung seit dieser Woche gab es im Rathaus bisher „keine Beschwerden“. Christine Cless-Wesle

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