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Mit „Kunst der Fiktion“ bestücken die P-Seminaristen (v.l.) Moritz Simen, Anna Zimmermann, Dilara Bulut, Lea Bernhard, Sonja Fischer, Daniel Knaier, Elena Kerscher, Joshua Ibrahim, Lukas Reindl, Laruschka Pho Duc, Smilla Kohl, Christina Denneler und Kunstlehrerin Svantje Munzert im Walter-Hildmann-Haus eine Ausstellung, die an diesem Wochenende besucht werden kann..

P-Seminar

Die Kunst der Fiktion

Zwölf P-Seminaristen des Otto-von-Taube-Gymnasiums haben fiktive Kunst geschaffen. Sie stellen ihre Werke an diesem Wochenende der Öffentlichkeit vor.

Gauting– „Kunst der Fiktion“: Unter diesem Titel präsentiert das P-Seminar des Otto-von-Taube-Gymnasiums heute spannende Arbeiten im Walter-Hildmann-Haus, Ammerseestraße 15. Lea Bernhardt (17) zeigt zum Beispiel das vergrößerte Foto einer kunstvoll aufgebauten winterlichen Mini-Landschaft, inspiriert von dem belgischen Maler Hans Op de Beeck. Die öffentliche Vernissage mit Werken von zwölf jungen Künstlerinnen und Künstlern beginnt um 19 Uhr.

Eine Szene aus dem Roadmovie „Thelma & Louise“ haben Laruschka Pho Duc und Smilla Kohl nachgestellt. Die beiden mit Selbstauslöser fotografierten Figuren posieren wie im Film vor einer Wüste. Inspiriert war die Foto-Montage von den Selbstinszenierungen der Künstlerin Cindy Sherman, erzählen die beiden Kollegiatinnen bei der Vorbesichtigung im Kunstraum des Otto-von-Taube-Gymnasiums.

Vor der heutigen Vernissage stand dort auch ein kleines Modell des Walter-Hildmann-Hauses parat: Wie Profi-Aussteller hatten die P-Seminaristen nämlich auch die Aufgabe, die Exponate möglichst perfekt zu hängen, erläutert Kunstlehrerin Svantje Munzert. Deshalb ist die Seminarleiterin etwas enttäuscht, dass es von Daniel Knaier nur ein gegenständliches großformatiges Acrylgemälde mit dem fliegenden „X-wing“ aus „Star Wars“ geben wird, denn: „Ich habe für dich eine ganze Wand serviert.“

Nach dem Vorbild des britischen Malers und Bühnenbildners David Hockney hat Sonja Fischer (18) ihre Schwarz-Weiß-Fotocollage bearbeitet. Zu sehen ist eine gelungene Winteraufnahme des Pentenrieder Walds mit einem montierten Marmorweg aus Stein.

Mit großem Aufwand hat Lea Bernhardt ihre Miniaturlandschaft mit kahlen Astbäumen auf dem spiegelnden Wohnzimmertisch aufgenommen. Täuschend echt ist die vergrößert aufgenommene überzuckerte Winterlandschaft im Stil des Belgiers Hans Op de Beeck.

Der berühmte „Schrei“ von Edvard Munch und Fotograf Tom Hunter haben Anna Zimmer zu ihrem Werk inspiriert: Ihr Modell Moritz Simen, fotografiert am Starnberger See, schaut allerdings eher erstaunt denn erschreckt in die Kamera.

Ebenfalls von Hunter und van Meer ist das „lesende Mädchen“ am Fenster inspiriert. Dilara Bolut hat sich von ihrer Schwester ablichten lassen.

Von Christina Denneler und Lukas Reindl, die auch den Ausstellungs-Flyer gestaltet haben, stammt ein amüsantes Foto nach dem Vorbild des Fotokünstlers Erwin Wurm. In der Momentaufnahme steckt das gebeugte Modell Lukas seinen Kopf in ein Jugendstil-Mauerwerk. Genauso pfiffig ist dieser Schnappschuss: Künstler Joshua Ibrahim steckt in der Gautinger Fußgänger-Unterführung an der Waldpromenade seinen Kopf in eine Waschmaschine.

Nach der Vernissage am heutigen Freitag ab 19 Uhr ist „Kunst als Fiktion“ noch am Samstag, 13., 12 bis 16 Uhr, und am Sonntag 14. Januar, von 11 bis 16 Uhr im Walter-Hildmann-Haus zu sehen. Von Christine Cless-Wesle

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