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Alt und nicht mehr angemessen: Seit Jahren weist die Polizei Gauting – im Bild Leiter Ernst Wiedemann im Jahr 2016 – auf die Schäden im Inspektionsgebäude hin, das der Gemeinde Gauting gehört. Für den Neubau wurden nun wichtige Weichen gestellt.

Landtagsausschuss stimmt zu

Neubau für Gautinger Polizei nimmt Hürde

Bis Ende 2023 könnte die Gautinger Polizei ihren Neubau beziehen. Grünes Licht gab es nun vom Haushaltsausschuss des Landtages.

Gauting – Der Neubau für die Gautinger Polizei ist ein gutes Stück näher gerückt: Der Haushaltsausschuss des Landtages hat dem Projekt zugestimmt, das ein Volumen von etwa acht Millionen Euro haben wird. Beziehen wird die Gautinger Inspektion den Neubau frühestens Ende 2023.

Die Stimmkreisabgeordnete im Landkreis, Ute Eiling-Hütig, gab die Zustimmung gestern bekannt: „Derzeit ist die Polizeiinspektion Gauting zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr unzweckmäßig und beengt in einem von der Gemeinde gemieteten Gebäude untergebracht. Der Gebäude- und Raumzuschnitt des 1937 errichteten Hauses entspricht nicht mehr den Anforderungen an ein modernes und zweckmäßiges Polizeidienstgebäude. Auch die Sicherheitsanforderungen werden nur eingeschränkt erfüllt.“

Der Freistaat hat schon vor einiger Zeit eine Fläche am so genannten Penny-Kreisel am Ortseingang aus Richtung Unterbrunn (Ammerseestraße) erworben. Ein optimaler, weil zentraler Standort, findet Inspektionsleiter Ernst Wiedemann – vor allem, weil die Gautinger Inspektion im Zuge einer Umstrukturierung mit Fertigstellung des Neubaus auch für Gilching und Stockdorf zuständig sein wird. Dann wird die Inspektion ein Drittel mehr Beamte haben als heute. Die neue Zuständigkeit findet Wiedemann sinnvoll, schließlich entsprechen danach die Grenzen der Polizei auch denen der Landkreise. Derzeit wird Stockdorf vom Polizeipräsidium München betreut, obwohl zum Landkreis Starnberg gehörig. Gilching wird von der Inspektion Germering abgedeckt – beides soll bei dieser Gelegenheit geändert werden.

Freude bei den Beamten - sie bekommen gute Arbeitsbedingungen

Die Zustimmung im Landtagsausschuss habe bei den Beamten Freude ausgelöst, die nun konkrete Hoffnungen auf eine baldige Besserung ihrer räumlichen Lage haben, sagt Wiedemann. Der heutige Bau sei unter anderem „total veraltet“ und zu klein.

Der Neubau an der Ammerseestraße bringt der Polizei ein ordentlich großes Gebäude und einen Hof für die Fahrzeuge. „Ich hoffe im Interesse der Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger, dass möglichst bald mit dem Bau begonnen werden kann“, erklärte Eiling-Hütig. Ernst Wiedemann hofft auf einen Baubeginn im ersten Quartal 2022 und einer Fertigstellung frühestens gegen Jahresende 2023. Wiedemann selbst wird das nicht im Amt verfolgen können – er geht kommendes Jahr in den Ruhestand. Aber seine Kollegen freuen seit mehr als zehn Jahren auf den Neubau.

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