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Der Männergesangsverein und zahlreiche Unterbrunner gedachten am Grab auf dem Kirchplatz am Donnerstag der vor einem Jahr verstorbenen Laiendarstellerin Rosi Haas – eine der ihren.  

Gedenken auf dem Friedhof

Das letzte Haferl für Rosi

Mit einer rührenden Geste hat der Männergesangsverein Unterbrunn nach einem Jahr der verstorbenen Rosi Hass gedacht. Sie war beliebtes Mitglied des vereinseigenen Theaterensembles.

Unterbrunn – Tief berührt hatten etwa 40 Unterbrunner am Donnerstag Rosi Haas gedacht. Nach einer Abendmesse mit Pfarrer Anton Brand-stetter stellten sich die Mitglieder des Unterbrunner Männergesangsvereins auf dem Kirchhof um das Grab auf, um für die vor einem Jahr gestorbene Bauerntheater-Schauspielerin Rosi Haas ein bewegendes „Weit ist das Meer“ anzustimmen. Hinter violetten Stiefmütterchen war ein Porträt mit einer freundlich lächelnden Rosi aufgestellt, so wie man sie in Erinnerung hatte. „Du hast lange Theater gespielt – zur Freude unserer Zuschauer. Und Du hast für unsere Gäste die Plätze reserviert.“ Klaus Schleifer, Vorsitzender des Männergesangsvereins Harmonie, fand bewegende Worte in Erinnerung an die Verstorbene.

„Nachts um 12 Uhr habe ich noch den Notarzt gerufen“, erinnerte sich Witwer Josef Haas an die Todesstunde vor einem Jahr. „Aber er konnte ihr nicht mehr helfen.“ Seine Frau starb mit nur 68 Jahren. Bei der jüngsten Theater-Aufführung „Der ledige Bauplatz“ im März dieses Jahres wurde „unsere Rosi“ von den Mitspielern schmerzlich vermisst. Vereinsvorsitzender Klaus Schleifer wollte sie dennoch daran teilhaben lassen und stellte ein Kaffeehaferl auf den Grabstein. Darauf steht geschrieben: „Der ledige Bauplatz – Bauerntheater Unterbrunn“. So ein Haferl gibt es für jeden bei jedem neuen Stück.

Die Idee war Schleifer gekommen, als er sich an einen seiner letzten Besuche bei der Rosi erinnerte. Die beliebte Unterbrunnerin zeigte ihm ihren Schrank voller Theater-Kaffeehaferl. „Es gab nur noch eine Lücke“, erzählte Schleifer. Wenn die Reihe voll ist, höre sie mit dem Bauerntheater auf, habe die Rosi ihm gesagt – und hat es dann nicht mehr erlebt. „Das ist nun ihr letztes Haferl: Wir wünschen, dass Gottes Auge gnädig auf der Rosi ruht“, so Schleifer im Gedenken.

„Jetzt bin ich alleine“, sagte Josef Haas traurig beim Weggehen. Das letzte Haferl hat er mit nach Hause genommen – um die Lücke zu füllen. Vorher trafen die Unterbrunner aber noch im Gasthaus Högner zusammen, zu einem gemeinsamen Essen und vielen schönen Erinnerungen an die Rosi.     cc

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