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Manege frei im Schlosspark

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Das muss man erst mal hinkriegen: Zwei Akrobatinnen balancieren auf Gummibällen und zeigen einen Bändertanz. Gelernt haben sie das binnen weniger Tage.
Das muss man erst mal hinkriegen: Zwei Akrobatinnen balancieren auf Gummibällen und zeigen einen Bändertanz. Gelernt haben sie das binnen weniger Tage. © Andrea jaksch

Zum Abschluss des einwöchigen Akrobatik- und Bewegungsworkshops im Gautinger Schlosspark verzauberten 18 Kinder Eltern, Geschwister und Großeltern mit einer Aufführung des Zirkus „Balloni“. Im Rahmen des Ferienprogramms hatten die Kinder Zirkusluft geschnuppert.

Gauting – Aufgeregte Kinderstimmen sind hinterm Balloni-Zelt mit dem Sternenhimmel zu hören. Die Spannung steigt, als ein Bub die Manege betritt: „Ich hab‘ einen Traum, dass du bei mir bist“, singt der Bub mit Hawaii-Blumenkette zum Auftakt. „Dass der Himmel, die Erde, das Meer mir meine Träume erfüllen“, endet das Kinderlied zur Ukulele hoffnungsfroh. Und dann geht‘s richtig los beim Zirkus von „Baschti Balloni“ im Gautinger Schlosspark: Zum Liedreim „Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm…“ tanzen Mädchen in Ballettröckchen, kleine Akrobatinnen und Akrobaten im gemeinsamen Takt. Sebastian (10) balanciert scheinbar mühelos auf dem Gymnastikball, wirft dabei Sticks in die Luft. Lilia und Marei begeistern mit Hula-Hoop-Reif-Kunststückchen und Bändertanz.

Eine Woche lang hatten die Kinder Zeit, mit dem Pantomimen und Akrobaten Sebastian Derksen und seinem Kollegen Paolo Cassani Kunststücke zu üben. Das Ergebnis war beeindruckend. Köstliche Clowns-Nummern und schwierige Balance-Aktionen wechselten sich ab. Eine mutige kleine Akrobatin hing zwischendrin kopfüber vom Trapez. Klara (13) gelangen Handstände mit Überschlag.

Da war Konzentration gefragt: Auf dem langen Bambusrohr, das die Lehrmeister Derksen und Cassani stemmten, balancierten nach und nach kleine Akrobatinnen und Akrobaten, aber auch die größeren Teenies Klara und Janne. Derweil spazierte Emilio (9) auf Stelzen durch die Manege. „Here I’ am“ klang es aus dem Lautsprecher. Auf dem Einrad balancierte Tänzerin Klara in die Manege. Ein schwieriger Balanceakt mit Hula-Hoop-Reifen und Bändertanz auf dem Tisch wollte nicht sofort gelingen, ganz souverän setzte die kleine Akrobatin einfach ein zweites Mal an.

In einer lustigen Nummer warf Clown Janne Kinderstühle vom Stapel, balancierte auf dem Rola-Bola-Brett – und plötzlich ging das Licht an. „Ich halte dich nicht mehr“, warnt Oberclown „Basti“ Derksen seinen kleineren Kollegen Sebastian, der auf einer kippenden Holzleiter stand. Doch Tusch, und Ende gut alles gut: Unter anhaltenden Applaus und Bravorufen stehen die 18 freudestrahlenden Nachwuchs-Akrobaten unversehrt mit ihren beiden Lehrmeistern in der Manege.

„Die Nachfrage am Zirkus- und Bewegungsworkshop war heuer riesig“, erzählt Leiter Derksen. Eine halbe Stunde nach Bekanntgabe sei der Workshop des Gautinger Ferienprogramms ausgebucht gewesen. Unterstützt von seinen Praktikanten Klara und Janne, beide 13 Jahre alt und bereits zum siebten Mal dabei, habe er die Teilnehmerzahl deshalb aufgestockt und gleich drei Wochenworkshops angeboten. Nach der langen Corona-Zeit „lieben die Kinder die Gleichgewichts- und Bewegungsspiele“. Denn das wirke sich auch auf ihr seelisches Gleichgewicht aus. Und in der nahen Würm gab‘s in der Hitze Erfrischungsbäder. „Das hat großen Spaß gemacht“, bekräftigt Klara.

Christine Cless-Wesle

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