Verlängerung von 966

Mehr Bus für Unterbrunn: Erneut Klagen über fehlenden Stopp der Expresslinie X910

In Unterbrunn werden erneut Klagen laut: Es fehlt an Buslinien. Jetzt sieht man Licht am Ende des Tunnels, aber ein Wunsch bleibt unerfüllt.

Unterbrunn/Gauting – Eine zusätzliche Busverbindung von Unter- nach Oberbrunn hat die Grünen-Fraktion im Gautinger Gemeinderat beantragt – mit Erfolg. Die Mitglieder des Verkehrsausschusses beauftragten die Verwaltung einstimmig, die Verlängerung des Schulbusses Nummer 966 zu beantragen. Zuständige Behörde ist das Landratsamt. Ein Wunsch allerdings bleibt unerfüllt.

„Man müsste das Bussystem neu ausschreiben“, findet Gemeinderat Richard Eck (UBG). Statt über die Linie 965 solle Unterbrunn an die Linie 966 neu angeschlossen werden, schlug Eck vor. Wenn der Bus 966 künftig in Unterbrunn einen Halt einlege, hätte dies zwei Vorteile: Kinder aus Unterbrunn kämen in der Nähe des Sommerbads; außerdem sei dieser Bus 966 fünf Minuten schneller als die 965, die von Unterbrunn über den Kraillinger Ortsteil Frohnloh bis zum Schulcampus Gauting fährt. Die eleganteste Lösung wäre allerdings, wenn der Expressbus X910 (Bahnhof Weßling über Gewerbegebiete um den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen über den Bahnhof Gauting bis zum U-Bahnhof Klinikum Großhadern) einen Stopp in Unterbrunn einlegen würde, glaubt Eck.

Bürgermeisterin Kössinger: „Eine Unverschämtheit“

Das wird nichts: Das Landratsamt habe einen von Gauting beantragten Haltestellenwechsel zwischen Asklepios-Klinik Gauting (Pentenrieder Straße) und Unterbrunn abgelehnt, bedauerte Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger. Es sei „eine Unverschämtheit“, dass gleich zwei Express-Buslinien das Gewerbegebiet Gilching Süd anführen, eine davon das KIM Krailling – und in Gauting tue man wegen zwei Minuten längerer Fahrzeit mit Stopp in Unterbrunn, vor dessen Tür Gauting ein neues Gewerbegebiet entwickele, rum, wetterte Eck.

Die Fortsetzung der Linie 966 bis Unterbrunn übernahm Kössinger den Eckschen Kompromiss-Vorschlag. Im gleichen Atemzug verwies die Rathauschefin aber auf das Defizit: Die Gemeinde zahlte laut Verwaltung 2016 und 2017 je ein Jahresdefizit von 240 000 Euro. Bei Einsatz der X910 in Unterbrunn „wird dieses Defizit noch steigen“, warnte die Kämmerei.

„Wir hoffen auf Auslastung und dass junge Leute das 365-Euro-Ticket nutzen“, blickte Heinrich Moser (Grüne) trotzdem zuversichtlich in die Zukunft. Einstimmig beauftragte der Ausschuss die Verwaltung mit der Verlängerung der Linie 966 bis Unterbrunn. Auf Antrag der Grünen-Fraktion soll zudem die Busanbindung der Gautinger Wohnquartiere, Münchner sowie Buchendorfer Berg und Buchendorfs bis zur U-Bahn verbessert werden. Das soll aber erst einmal auf seine Machbarkeit untersucht werden.

Christine Cless-Wesle

Rubriklistenbild: © DAGMAR RUTT

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