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Gut gelaunt trotz Dauerregen: Rupert Brey und Jan Lang vom BRK, Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger, Architekt Otto Hartmann, Andrea Griese-Pelikan (BRK) und Erzieherin Isabel Strong (v. l.).

Mehrgenerationen-Campus Gauting

Spatenstich für Großbaustelle

Spatenstich im strömenden Regen: In Gauting sind gestern die Arbeiten für den Mehrgenerationen-Campus offiziell gestartet. Es ist das größte Projekt in der Geschichte des BRK-Kreisverbandes Starnberg – und die aktuell größte BRK-Baustelle im ganzen Freistaat.

Gauting – Beim ersten Spatenstich gestern Morgen ließ sich die Dimension dieses Projektes noch nicht einmal erahnen. Dabei sucht es im Fünfseenland seinesgleichen, was der BKR-Kreisverband auf der Naßl-Wiese unweit des Lidl-Marktes an der Starnberger Straße in den nächsten drei Jahren auf die Beine stellen will: einen Mehrgenerationen-Campus mit Kinderkrippe, Kindergarten, Schülerhort, Mitarbeiterwohnungen, Altenheim, Tagespflege, Betreutem Wohnen, Praxen, Restaurant, Marktplatz und Tiefgarage.

Mit einem Gesamtvolumen von 26 Millionen Euro ist es aktuell das größte Projekt des BRK im Freistaat. Hartnäckigen Anschub hatte der frühere Gautinger Seniorenbeirat Wolfgang Schrader als Gründer der Stiftung LiA (Leben im Alter) gegeben, erinnerte BRK-Kreisgeschäftsführer Jan Lang. Das war vor fünf Jahren – nun setzte er sich im strömenden Regen erfreut auf den Bagger und nahm symbolisch den ersten Spatenstich vor.

Im ersten Bauabschnitt werden zunächst das Kinderhaus und zehn Mitarbeiter-Wohnungen entstehen. Geplant sind zwei Krippengruppen, zwei Kindergartengruppen und ein Schülerhort mit insgesamt 94 Plätzen, erläuterte Architekt Otto Hartmann. Investitionssumme hierfür: vier Millionen Euro. Wie berichtet, fördert der Freistaat das Kinderhaus über ein Sonderfinanzierungsprogramm. Die Gemeinde Gauting leistet vorab einen Baukostenzuschuss von 840 000 Euro plus 148 000 Euro für die Erstausstattung.

Schon im Juni 2018 soll das Kinderhaus eröffnen. Der Name steht schon fest: „Henry und Henriette“ in Erinnerung an den Gründer des Roten Kreuzes, Henry Dunant (1828-1910), und dessen Ehefrau. Auch die Leitung ist bereits vergeben, und zwar an Erzieherin Isabel Strong. Sie sucht schon Personal. „Wir freuen uns auf neue Mitarbeiter“, sagte die für Kinder, Familie und Jugend zuständige BRK-Bereichsleiterin Andrea Griese-Pelikan. Interessierte Eltern können ihren Nachwuchs über das Gautinger Internetportal Little Bird anmelden.

Zwei Jahre länger wird es dauern, bis der andere Teil des Mehrgenerationen-Campus bezugsfertig ist. Für Mai 2020 ist der Einzug der Senioren geplant. Anfragen von Gautingern für das Betreute Wohnen gebe es bereits, berichtete Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger. Schließlich sei das benachbarte Caritas-Pflegeheim, das gerade an der Schulstraße entsteht, „schon überzeichnet.“

Auch deshalb drückt BRK-Geschäftsführer Lang aufs Tempo. Im Winter soll der detaillierte Plan des Büros Batzer + Hartmann für den zweiten Bauabschnitt vollends fertig sein. „Wir hoffen, im Mai ist die Baugenehmigung da“, sagte Lang. In diesem Teil des Mehrgenerationen-Campus plant das BRK eine Altenpflege in Hausgemeinschaften mit 84 Plätzen. 18 weitere Plätze entstehen in der Tagespflege, dazu kommen 25 Appartements im Betreuten Wohnen (wir berichteten). Praxisräumen für Ärzte und Physiotherapeuten, ein Restaurant für 60 Gäste, ein Marktplatz und eine Tiefgarage komplettieren das Projekt. Das Investitionsvolumen des ebenfalls geförderten zweiten Bauabschnitts beträgt 22 Millionen Euro.

Christine Cless-Wesle

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