+
Über das Umweltzertifikat freuen sich Ahel Bergsoy (stellvertretender Hochbauamtsleiter) , Umweltbeauftragter Wilhelm Ro drian, Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger, Staatssekretär Florian Pronold, Konrektorin Karin von Seydlitz-Kurzbach und Hochbauamtsleiterin Christiane Ait (v.l.).

Energiewende

Stromsparen zahlt sich doppelt aus

Wer Energie spart, wird belohnt. Die Gemeinde Gauting ist mit dem Umweltzertifikat der Nationalen Klimaschutzinitiative ausgezeichnet worden. 77 bzw. 79 Prozent Stromeinsparung in zwei Schulen waren dem Staat auch einen sechsstelligen Zuschuss wert.

GautingDie Umrüstung auf LED-Beleuchtung im Gautinger Gymnasium und in der Grundschule beim Rathaus haben 77 Prozent Strom gespart. Den Einbau der „intelligenten“ Beleuchtung hat sich die Gemeinde 550 000 Euro kosten lassen. Dafür strich sie jetzt neben der Energiekosteneinsparung auch noch einen Zuschuss in Höhe von 164 000 Euro ein. Diese Nachricht hatte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Florian Pronold, im Gepäck, als er am Freitag das Umweltzertifikat überreichte.

„Sie sparen auf 20 Jahre 3500 Tonnen CO2“, lobte Pronold die Energiesparmaßnahme der Gemeinde. „In der Politik haben wir beim Klimaschutz tolle Zielvorgaben“, erklärte der Staatssekretär. Damit die Kommunen diese auch umsetzen, „wollen wir Sie unterstützen“, ergänzte er. Leider sei das Förderprogramm Klimaschutztechnologie bei der Stromnutzung noch zu wenig bekannt. Das Umweltministerium fördere LED-Umrüstung in gemeindlichen Gebäuden zu 30 Prozent. Das das Gautinger Vorbild sollte Schule mache, hofft Pronold.

Die Leiterin des Hochbauamtes, Christiane Ait, hatte sich dafür stark gemacht, im Querriegel der Grundschule beim Rathaus für 85 000 Euro „intelligente“ LED-Leuchten mit so genannten Präsenzmeldern einzubauen. Das System erkenne an der Körperwärme, ob noch ein Mensch im Raum sei. Verlässt der Letzte das Zimmer, erlischt automatisch das Licht. Auch ans Tageslicht passten sich die LED-Leuchten an – und förderten so die Konzentration der Schüler, erklärte Konrektorin Karin von Seydlitz einen weiteren Effekt. Die Stromeinsparung in der Grundschule lag im ersten Jahr bei 77 Prozent. Noch größer ist der Spareffekt, nämlich bis zu 79 Prozent, bei der LED-Umrüstung in der von Vereinen mitgenutzten Sporthalle des örtlichen Gymnasiums, so Ait. Dort werden jährlich 240 000 Kilowatt-Stunden Strom eingespart.

„Wir tun damit nicht nur etwas für unseren Geldbeutel, sondern auch etwas fürs Klima“, resümierte Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger. Wegen des langen Amortisierungszeitraums eigneten sich besonders öffentliche Gebäude für solche Investitionen, sagte Staatssekretär Pronold. Doch auch im Einfamilienhaus gebe es Einsparpotenzial, ergänzte Gautings Umweltmanager Wilhelm Rodrian. Mit LED, neuer Spülmaschine und Kühlschrank habe er seinen privaten Verbrauch um 50 Prozent senken können.

Von Christine Cless-Wesle

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Tag der Ausbildung: 73 Betriebe sind dabei
Am Buß- und Bettag können sich Schüler auf 18 Touren über Lehrstellen im Landkreis Starnberg informieren. 
Tag der Ausbildung: 73 Betriebe sind dabei
30 000 Euro Schaden bei Verkehrsunfall - Ursache unklar
Bei einem Verkehrsunfall am Montagmorgen auf der Söckinger Straße in Starnberg ist ein erheblicher Sachschaden entstanden. Dabei wurden vier Autos beschädigt.
30 000 Euro Schaden bei Verkehrsunfall - Ursache unklar
Sorgen in Perchting noch nicht ausgeräumt
Der Bauausschuss des Stadtrats hat den Bebauungsplan für den Neubau des Kinderhauses in Perchting als Satzung beschlossen. Damit steht dem Projekt nichts mehr im Wege – …
Sorgen in Perchting noch nicht ausgeräumt
Europaan zwölf Orten
Die 15. Tutzinger Kulturnacht stand unter dem Thema Europa. Wie jedes Jahr war auch am Freitag ein abwechslungsreiches Programm geboten. 
Europaan zwölf Orten

Kommentare