Schulleiter ohne Sporthalle: Der Rektor der Gautinger Mittelschule, Udo Wiese, in der inzwischen gesperrten Sporthalle. Bis Pfingsten wird dort voraussichtlich kein Unterricht stattfinden können. Foto: Andrea Jaksch

Mittelschule Gauting

Gesperrte Sporthalle: Kommando zurück

Gauting - Die Sporthalle der Gautinger Mittelschule bleibt für mehrere Wochen - wohl bis Pfingsten - gesperrt. Das hieß es am Dienstag. Am Donnerstag kam die Entwarung: Alles halb so schlimm. 

Unter keinem guten Stern stehen Schulturnhallen in Gauting. Im Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag bestätigte Bürgermeisterin Brigitte Kössinger, dass die Gemeinde die ständig belegte große Dreifachhalle der Mittelschule bis Pfingsten sperren muss. Während des Sportunterrichts am vorigen Freitag hatte sich nämlich ein Eisenteil von der Decke gelöst und war in die Halle gestürzt. „Gott sei Dank wurde niemand verletzt“, betonte die Bürgermeisterin.

Kaum sind die Schäden des vom Reinigungsdienst ruinierten Turnhallenbodens der Realschule behoben, da kommt schon die nächste Baustelle am Gautinger Campus: Mitten im Sportunterricht sah der Lehrer ein Eisenteil von der Decke fallen, berichtete Kössinger. Zu diesem Zeitpunkt hatte gerade eine Klasse des benachbarten Otto-von-Taube-Gymnasiums die Mittelschul-Turnhalle genutzt. Gleich am Freitag habe die Gemeinde die Dreifachhalle gesperrt, sagte die Rathauschefin am Dienstagabend im Hauptausschuss. Aus gutem Grund. Auf dem Boden wurden zwei weitere Metallteile gefunden. Es handelte sich um Verbindungsstücke der Deckenbalken aus Metallblech und Holz, etwa so groß wie ein Stapel Spielkarten.

Inzwischen untersuche ein Statiker die gesamte Deckenkonstruktion. Zunächst gab es die Vermutung, dass Handwerker das Material beim Aufhängen der neuen LED-Lampen liegen hatten lassen. Die Verbindungsstücke könnten sich aber auch als Folge der behobenen Wasserschäden gelöst haben – oder durch extreme Temperaturschwankung. Von der Hallensperrung sind auch Schüler des Gymnasiums betroffen und Gautinger Vereine.

Am Donnerstag kam die Entwarnung: Die Ursache für das Herabfallen der Teile ist gefunden. "Die Metallteile liegen bzw. lagen lose auf den Leitungsschienen der Deckenbeleuchtung. Diese Teile wurden bereits beim Einbau der damaligen Beleuchtung auf die Leitungsschienen gelegt. Durch regelmäßige Erschütterungen, z. B. durch gegen die Decke geschossene Bälle, haben sich diese Teile mit der Zeit gelockert, bis schließlich drei herabgefallen sind", teilte die Gemeinde mit. Daher sei die Halle voraussichtlich ab Samstag, 12. März, wieder nutzbar.

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