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Die Münchener Straße in Gauting wird bereits seit zwei Jahren abschnittweise saniert.

Münchener Straße

Letzter Akt der Generalsanierung

Die Sanierung der Münchener Straße in Gauting geht weiter. Nun beginnen die Arbeiten im schwierigsten Abschnitt. Ab Mai gilt eine provisorische Streckenführung.

Gauting – Es geht los mit dem letzten und schwierigsten Bauabschnitt auf der Münchener Straße: Schon ab Mitte Mai wird der Verkehr auf einer provisorischen Strecke laufen, erläuterte Projektleiter Florian Haas vom gleichnamigen Gräfelfinger Ingenieurbüro am Dienstagabend im Gemeinderat. Mitte Juli bis Ende September werde der Abschnitt zwischen August-Hörmann-Platz bis Würmbrücke generalsaniert. Leidgeprüft sind die Gautinger schon seit 2016 mit der großen Sanierungsmaßnahme Münchener Straße der Staatsbehörde.

Im Gemeinderat ging Verkehrsplaner Christian Ostermann auf den Abschnitt vor dem Nadelöhr Würmbrücke ein: „Wir fangen am Hörmann-Platz an.“ Einwendungen der Gautinger Gemeinderäte aus dem Verkehrsausschuss seien berücksichtigt. In Richtung München wird die Fahrbahn demnach vier Meter breit mit Abbiegespur nach Buchendorf. Vor dem Pfarrzentrum und an der Starnberger Straße sind Radschutzstreifen geplant.

Über die dortige Bushaltestelle redeten sich die Kommunalpolitiker die Köpfe heiß. Der geplante barrierefreie Ein- und Ausstieg sei nur möglich, wenn der lange Linienbus künftig direkt auf der Fahrbahn halte, sagte der Verkehrsplaner. Autos müssten hinterm Bus anhalten. „Da haben wir ja noch mehr Stau“, fürchtete Maximilian Platzer (CSU). Doch Ingenieur Ostermann versicherte, dass es künftig weniger Stau gebe: Vor der Ampel am Hauptplatz entstehe nämlich mehr Aufstellfläche. „Ich vertraue Ihnen, wenn Sie sagen, dass das funktioniert“, sagte Christiane Lüst (parteifrei). Außerdem stiegen beim Pfarrzentrum auch Rollstuhlfahrer aus. Denen könne man nicht zumuten, dass sie erst beim nächsten barrierefreien Halt beim Rathaus eine Chance haben. Mit 17 zu 6 stimmten die Gemeinderäte für den aktualisierten Plan.

Auf der bereits vom Gautinger Gremium beschlossenen Fahrbahnbreite gibt es genügend Platz für beidseitige Rad-Schutzstreifen, versicherte die örtliche Tiefbau-Ingenieurin Beatrice Bruns. Der entsprechende Beschluss falle noch im Verkehrsausschuss. Vorbereitend wird auf der Nordseite vor den Geschäften mit Metzger, Bäcker und Gemüseladen ein Notgehweg eingerichtet, kündigte Projektleiter Haas an.

Ab Mitte Mai gebe es eine provisorische Strecke für den Verkehr neben der Baustelle. Nur in den Sommerferien gebe es eine Einbahn-Regelung, so der Planer. Ende September sei der letzte Abschnitt Münchener Straße fertig. Die Starnberger Straße ab Hauptplatz werde nachts zwischen 20 Uhr und sechs Uhr asphaltiert, mit Umleitung über Sackstraße und von-Taube-Weg. Möglichst kurz sollte die Bauphase werden, verlangte Benedikt Kössinger (CSU). Denn bei den Gautingern gab es zuletzt Unmut: Die Münchener Straße bei der Polizei „war aufgerissen“ – passiert sei dann aber nichts. Die vom Staatlichen Bauamt Weilheim beauftragten Arbeiter hatten 14 Tage Betriebsurlaub gemacht.

Von Christine Cless-Wesle

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