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Musste einige Lebensmittel wegwerfen: Orkan Dönmez von „Mama’s Obst und Gemüse“.

Elektrik war drei Tage außer Betrieb

Nach Großbrand im Radgeschäft: Das Leben kehrt in die Läden zurück

Nach dem Großbrand im Stockdorfer Fahrradladen in der Nacht auf Samstag, kehrt im Mehrfamilienhaus am Baierplatz Stockdorf langsam Normalität ein.

Stockdorf – Drei Tage lang war zwar die ganze Elektrik samt Heizung im gesamten Gebäude außer Betrieb, sagt Orkan Dönmez, der derzeit seine Eltern im direkt angrenzenden Feinkostladen „Mama‘s Obst und Gemüse“ vertritt. Doch seit Dienstagabend gibt‘s wieder Strom im Mehrfamilienhaus. Die ersten Bewohner sind nach dem großen Schrecken bereits in ihre vier Wände zurückgekehrt.

„Wegen des Brandschadens bleibt die Filiale Stockdorf bis auf Weiteres geschlossen“, verkündet das mit schwarzen Lettern bedruckte Schild an der Bretterwand des Radhauses Stockdorf. Die Würmtaler Kunden, aber auch die Paketdienste werden jetzt vorübergehend auf die Filiale in Starnberg an der Hauptstraße 6 verwiesen. Dort ist auch das Stockdorfer Team um den Gautinger Peregrin Zunke beschäftigt, sagt Mitinhaber Michael Worm. Denn die Radhaus-Filiale in Stockdorf am Baierplatz sei nach dem Brand nicht mehr nutzbar. Bereits nach dem Abschluss der Löscharbeiten am vergangenen Freitag, „konnte ich am Sonntag nur mit Atemschutz in den Laden“. 

Eröffnet am Freitag wieder sein „Wirzhaus“: Michael Behringer.

Wer in Stockdorf ins Schaufenster sieht, blickt auf verkohlte Weihnachtsdekoration – und mit Salznebel umhüllte Fahrräder. „Durch die Hitze korrodiert der Rost sehr stark“, erklärt Worm. Doch das Hauptproblem beim Brand „war nicht das Feuer, sondern die giftigen Gase“. Kaputte Bauteile von Pedelecs, elektronische Platinen, die gesamte Einrichtung – „alles muss entsorgt werden“, bedauert der Mitinhaber des erst 2019 vergrößerten Stockdorfer Radhauses. Auch die gesamte Elektrik müsse erneuert werden. „Das war kein guter Start ins neue Jahr“, stellt Worm fest.

„Wir hatten ein Riesenglück“, sagt ein Wirt

„Wir hatten Riesenglück“, findet indessen Wirt Michael Behringer, der Wand an Wand mit dem Fahrradgeschäft das Stockdorfer „Wirzhaus“ betreibt. Durch die Brandlöscharbeiten sei im Keller des Lokals lediglich „ein bisschen Wasserschaden“ entstanden. Und weil bis einschließlich Dienstag im gesamten Mehrfamilienhaus der Strom abgestellt war, „gingen auch Lebensmittel in der Kühlung kaputt“. Aber am Freitagmittag „machen wir wieder auf“, ruft der Stockdorfer Wirt einem gerade vorbeiradelnden Stammkunden frohen Mutes zu.

In die freigegebenen Wohnungen, in denen es auch mittlerweile wieder Strom gibt, seien die evakuierten Mieter bereits zurückgekehrt, weiß Behringer. Am Dienstagabend haben Elektriker, Chemiker, Brandschutzbeauftragte und Versicherungsgutachter auch das angrenzende Feinkost-Geschäft „Mama‘s Obst und Gemüse“ freigegeben, sagt Orkan Dönmez. Wegen der zwischenzeitlich fehlenden Kühlung mussten aber auch im Feinkostladen seiner Eltern einige Lebensmittel entsorgt werden.

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