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Gebacken und dekoriert: Den symbolischen Schlüssel für das neue Tafel-Haus übergibt Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger (r.) an Marga Saurin, Claudia Schuldes-Hott, Ilse Bleich, Monika Nebl und Juliana Moda (v.l.).

Gautinger Tafel

Herzenswunsch ist wahr geworden

Die Gautinger Tafel hat ihr neues Domizil am Würmufer bezogen. Bei der Einweihung des Hauses übergab Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger gestern den symbolischen Schlüssel.

Gauting– „Solch ein Tafelhaus gibt‘s in ganz Deutschland nicht. Überglücklich war Tafelvorsitzende Monika Fliedner gestern bei der Einweihung des schlichten Holzbaus im Garten der Gautinger Insel an der Grubmühlerfeldstraße. Knapp 600 000 Euro hat die Gemeinde in das neue Domizil der Tafel investiert. Mit Kunden, Ehrenamtlichen und Architekt Christian Hadlich und Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger wurde Einweihung gefeiert.

Innen ist das Tafelhaus mit dem hell möblierten, großzügigen Warteraum licht gestaltet: „Es ist sehr schön geworden“, freut sich die junge Mama, die mit ihrer kleinen Tochter am Tisch sitzt. Auch nebenan, im hohen hellen Ausgaberaum mit Küchenzeile und Materialaufzug, lassen sich Festgäste, Ehrenamtliche und Tafelkunden feine Antipasti und Pasta vom „Gennaro“ im Schlosspark-Salettl schmecken. „Fast vor einem Jahr, am 11. April feierten wir den ersten Spatenstich“, erinnerte die Bürgermeisterin.

Die momentan 25 Ehrenamtlichen sammeln gespendete Lebensmittel bei Bäckern, Supermärkten oder dem Metro-Großmarkt in Pasing: Frisches Obst, Gemüse oder Brot, das andere Menschen noch brauchen können, landet damit nicht im Abfall. Gleichzeitig leistet Monika Fliedner mit ihrem Team einen „Beitrag zum sozialen Miteinander in unserer Gemeinde“, dankte die Bürgermeisterin. „Eine Herzensangelegenheit“ sei ihr der Tafel-Neubau gewesen. Denn im beengten Altbau am Krapfberg sei die Kühl- und Lagerfläche zu klein gewesen, und die Empfänger der Lebensmittelspenden mussten bei Wind und Wetter im Freien warten. Diese Missstände seien nun beseitigt. Das mit Monika Fliedner, Hochbauamtsleiterin Christiane Ait und Architekt Christian Hadlich konzipierte Haus hat einen großzügigen Kühlraum und einen. Und es ist unterkellert.

„Es ist besser ein Licht anzuzünden, als über Dunkelheit zu klagen.“ Mit diesem chinesischen Sprichwort dankte Monika Fliedner der Bürgermeisterin, aber auch ihren Helfern: „Ohne Euer vorbildliches Engagement würden wir heute nicht feiern.“ Das frühere Tafelhaus am Krapfberg wird verkauft. Zuvor werden Archäologen das Grundstück auf römische Spuren untersuchen.

Von Christine Cless-Wesle

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