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Die Väter Cornelius Siebert (43), Michael Kuhn und Michi Beisse (44) mit ihren Kindern Marei (4), Miguel (3), Telma (6), Ida (6), Hanna (8) und Julian (5) freuen sich über das neue Kino. 

Kino Breitwand in Gauting

Gautinger übernehmen ihr Kino

Gauting - Endlich! Zu Hunderten sind am Wochenende die Gautinger in ihr neues Kino Breitwand geströmt.

Vor der anthrazitgrauen Fassade des vom Starnberger Architekten Nicolai Baehr entworfenen neuen Breitwand-Kinos am Bahnhofplatz werden am Samstagmittag noch letzte Bäume gepflanzt. Bei strahlendem Sonnenschein strömten dann die Gautinger Familien zum Tag der offenen Tür in „ihr“ Lichtspieltheater. Bauherr und Cineast Matthias Helwig lud zu Fillmvorführungen in fünf Sälen, Popcorn, Freibier, Softdrinks – und Fingerfoodbuffet. 

„Gauting mit dem Kulturtempel Bosco ist ein wunderschöner Ort“, schwärmt der Gilchinger Matthias Helwig. Beim Tag der offenen Tür verriet der erfahrene und schon preisgekrönte Breitwand-Betreiber ein paar Details, zu seinem nun endlich abgeschlossenem Bauprojekt am Bahnhofplatz. Denn eigentlich sollte das für sagenhafte drei Millionen Euro errichtete Lichtspielhaus „schon 2015 fertig sein“. Für die Verzögerungen hatte die aufwändige Schlacke-Entsorgung auf dem ehemaligen Bahn-Grundstück gesorgt (wir berichteten). Aber auch Behörden-Auflagen, „damit Sie sich sicher fühlen“. Die Glasfronten des Gebäudes „halten 30 Minuten bei 1000 Grad Celsius“, erzählt der Bauherr. Den Brandschützern war das noch zu wenig. Deshalb musste Helwig nachrüsten, und deshalb erfolgte auch die Bauabnahme erst eine halbe Stunde vor der Einweihung vergangenen Mittwoch.

Fünf Säle, 388 Plätze: Helwig verspricht in seinem Kinocenter ein Programm für „Jung und Alt“, Familien, Jugendliche und Cineastent. In der zu mietenden gemütlichen Lounge mit 40 Plätzen will er Ende des Monats einen „Tangoaband“ anbieten, wie bereits im Breitwand in Seefeld. Beim dritten Kinder- und Jugendfilmfest (15. bis 20. November 2016) und auch beim Fünf-Seen-Filmfestival 2017 wird sein Lichtspieltheater in Gauting neuer Spielort. Sowohl der gemeindliche Seniorenfilmnachmittag und Originalstreifen wie „Jules und Jim“ von Francoise Truffaut, als auch Filmgespräche mit dem Öko & Fair-Umweltzentrum von Christiane Lüst sollen auf dem Programm stehen. Der Unternehmer und Filmliebhaber ist überzeugt: „Sie werden Ihr Kino lieben. Tauchen Sie einfach eineinhalb Stunden ein in die Szenen: Sie sind wie das Gespräch mit Ihrer besten Freundin.“

 Der Gautinger Künstler Richie Eckert hat nur eine Sorge: „Wenn ich abends nach der aktuellen Vorstellung in der Bar noch ein Bier trinke, treffe ich so viele Leute, dass ich gar nicht mehr nach Hause komme."

cc

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