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Die Abacus-Pächter Katharina Wrase und Ralph Mansour-Agather (r.) mit Kino-Betreiber und Verpächter Mathias Helwig bei der Eröffnung des „Breitwand“ im Herbst 2016.

Gastronomie

Neuer Pächter für „Abacus“ gesucht

Für das Restaurant Abacus im Gautinger Kino Breitwand sucht Pächter Ralf Mansour-Agather einen Nachfolger. Der Weingroßhändler aus Pähl will sich ganz aus der Selbstständigkeit verabschieden. Seine Gesundheit sei stressbedingt angegriffen.

Gauting „Ich bedauere das sehr“, sagt Mathias Helwig. Der Eigentümer des Kino Breitwand samt integriertem Restaurants in Gauting verliert nicht nur den Pächter seines Lokals, sondern den Caterer für das Fünf-Seen-Filmfestival im Herbst. „Zu anstrengend“ sei ihm die Selbstständigkeit geworden, begründet Ralf Mansour-Agather seinen Schritt, einen Nachfolger für die Pacht zu suchen. Mit 51 Jahren fühle er sich „zu alt“ fürs stressige Dasein als Gastronomie-Unternehmer mit Kundenpflege und Personalführung. Der Arbeitsaufwand werde von Jahr zu Jahr größer.

Die Gäste wünschten glutenfreie, vegetarische, frisch zubereitete, wechselnde Kost – und „werden immer anspruchsvoller“. Wegen der hohen Mietpreise in der Region sei es inzwischen sehr schwer, Personal zu finden, sagt der Unternehmer aus Pähl. In den vergangenen zwei Jahrzehnten als Weingroßhändler habe er auch so manches von ihm belieferte Lokal wegen der vielen Behördenauflagen in die Insolvenz rutschen sehen. Wegen des Dauerstresses mit täglich 12 bis 15 Stunden Arbeit „ziehe ich mich jetzt aus der Selbstständigkeit ganz zurück“.

Die Organisation und Teilnahme an der Französischen Woche in Starnberg hatte der Pähler bereits abgesagt (wir berichteten). „Auch die Weinhandlung in Pähl gebe ich auf.“ Langfristig suche er einen Job als Festangestellter „mit geregelter Arbeits- und Freizeit“, blickt Mansour-Agather voraus. Doch zuvor wolle er das „Abacus“ einem Nachfolger übergeben.

Der Pähler hatte das Gautinger Lokal im Oktober 2016 gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin Katharina Wrase eröffnet. Auch sie will nicht mehr weitermachen. Das Restaurant mit Außenterrasse war gut besucht und nach abendlichen Kinovorstellungen am Wochenende komplett ausgebucht. „Ich habe ins Abacus viel Geld und Herzblut gesteckt“, sagt der Unternehmer. Er spricht von Investitionen in Höhe von 90 000 Euro für die ansprechende Inneneinrichtung. Zweites Standbein für den künftigen Abacus-Betreiber wird das Catering des Fünf-Seen-Filmfestivals, sagt Helwig. Sein bisheriger Partner Mansour-Agather habe beides „wunderbar“ gemacht.

Von Christine Cless-Wesle

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