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Idyllisch grün im Grünen präsentiert sich das Schlosscafé im Salettl in Gauting. Doch aus der Eröffnung wird derzeit nichts – noch ist kein Betr eiber gefunden. 

Schlosscafé im Salettl

Pächtersuche gestaltet sich schwierig

Der Gewinner der Ausschreibung für den Betrieb des Schlosscafés im Gautinger Salettl hat mittlerweile zurückgezogen. Nun soll der Zweitplatzierte zum Zug kommen.

Gauting – „Die Verhandlungen mit dem künftigen Betreiber des schon heiß ersehnten Schlosscafés im Salettl laufen noch“, hatte Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger beim Pressegespräch Anfang Mai betont. Gerade wurde bekannt, dass der vom Gemeinderat hinter verschlossener Tür ausgewählte Wirt den Vertragsentwurf nicht unterschrieben hat.

„Wir verhandeln jetzt mit dem Zweitplatzierten“, berichtete die Rathauschefin auf Anfrage. Einladend steht das zum kleinen Café-Bistro umgemodelte grüne Gartenhaus in der Idylle des Gautinger Schlossparks. Nach Plänen des Architekten Christian Hadlich wurde das Salettl bekanntlich für 190 000 Euro umgebaut und mit Wintergarten erweitert. „Wir wollen den Schlosspark beleben“, so Kössinger. Doch die Pächtersuche dauert länger als gedacht: Wie berichtet, hatte die Gemeinde das Café im kleinen Gartenhaus öffentlich ausgeschrieben – für 1100 Euro Monatsmiete. Im Gastraum gibt es 30 Sitzplätze, im Park weitere 40. In der Februar-Sitzung hat die Rats-Mehrheit von vier verbliebenen Bewerbern zwei Favoriten ausgewählt – allerdings hinter verschlossener Tür.

Jane Höchstetter und Stefan Berchtold, die früheren Wirte des Schlosscafés im Gautinger Herrensitz Fußberg, erhielten damals eine Absage (wir berichteten). Mit dem unbekannten Erstplatzierten verhandelte der Gautinger Wirtschaftsförderer Dr. Fabian Kühnel-Widmann. Doch bei den noch notwendigen Investitionen für Gastronomie-Küche und den bisher unmöblierten Gastraum wurde man sich offenbar nicht handelseinig.

Der Erstplatzierte sei vergangene Woche vom Vertragsentwurf zurückgetreten, bestätigte Rathaussprecherin Ricarda Polz. Also kommt jetzt der Zweitplatzierte zum Zug. Schließlich warteten die Bürger auf die ohnehin schon verzögerte Eröffnung. Am Samstag, 20. Mai, startet das „Kleine Sommerfestival“ – noch ohne Bewirtung im Salettl gegenüber. „Ich hatte schon Anfragen für Hochzeiten oder Taufen im Salettl“, sagt Ulrike Deeg, Vereinsvorsitzende von „Rettet das Schlosscafé.“ Doch bisher gebe es leider keinen Wirt.

Die Bürgermeisterin ist indes zuversichtlich, dass der Zweitplatzierte mieten wird. Aber: „Sollten auch diese Verhandlungen scheitern, müssen wir neu ausschreiben.“ Dann würde sich der Start des allseits gewünschten Schlosspark-Cafés als Bürger-Treffpunkt mit Kulturangebot voraussichtlich auf 2018 verschieben.

Christine Cless-Wesle

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