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Die ersten Baumpaten: (v.l.) Magdalena Bahr (Umweltbeauftragte),die Paten Max Vogt, Joachim Ost und Gerhart Nafziger, Andreas Detter (Baumgutachter) und Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger.

Rosskastanienallee

Urkunden für die ersten Paten

In der Rosskastanien-Allee vor Grubmühl dankte Rathauschefin Dr. Brigitte Kössinger am Freitag den ersten Gautinger „Baumpaten“ mit Urkunden. Die Freunde des Würmtals unterstützen die aufwändige Pflege der 20 Bäume gleich mit 500 Euro.

Grubmühl – Langfristig kostet die Pflege einige zehntausend Euro. Mit Vergabe der Patenschaften soll Pflege gesichert werden.

Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement beim Erhalt des historischen Baumensembles im Landschaftsschutzgebiet von Grubmühl überreichte Kössinger Ingrid (81) und Max Vogt (82) vom Bund Naturschutz eine Ehrenurkunde. Die beiden packen nach wie vor mit an. Schon 1992 hatten sie sich für den Erhalt der malerischen Baumallee im Landschaftsschutzgebiet vor Grubmühl eingesetzt. Weil die Rosskastanien im Kronenbereich bereits damals geschädigt waren, setzten die Naturschützer ein Parkverbot durch – mit Findlingen zwischen den 20 Alleebäumen.

Mehr als zwei Drittel des Gesamtbestands der bis zu 100 Jahre alten Rosskastanien seien geschädigt, erläuterte Baumexperte Andreas Detter. Auch durch die Miniermotte werden die Kastanien geschwächt. Erste Maßnahmen dagegen sind bereits durchgeführt. Doch einige schwer geschädigte Bäume müssen gefällt und ersetzt werden.

Langfristig kostet der Erhalt der Allee mit bis zu 21 Meter hohen Altbäumen im Bereich an der Würm bis zum Jahr 2030 zirka 40 000 Euro. Gautings Naturschutzbeauftragte Magdalena Bahr hatte daher die Idee mit Baumpatenschaften: „Wir reden nicht nur, wir handeln“: Unter diesem Motto wurde auch die Bürgermeisterin bereits Patin. Ebenso die CSU-Fraktionssprecherin Eva-Maria Klinger, „die das Natur-Kleinod am Rand von Stockdorf“ sehr schätze. Schon ab 50 Euro ist jeder Sponsor dabei, warb die Rathauschefin für ein „perfektes Weihnachtsgeschenk“. Im Frühjahr wird an der Allee eine Tafel aufgestellt – mit den Namen der Spender.

Christine Cless-Wesle

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