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Die Initiatoren des Bündnisses „Pro Bannwald“ im Dezember (v.l.): Ulrich Ellwanger (ÖDP), Dieter Jung (Fluglärm), Werner Deiglmayr (Grüne), Christian Winklmeier (SPD) und Bernhard Feilzer (Die Linke). 

Bündnis „Pro Bannwald“

Petition gegen Gautinger Gewerbegebiet abgelehnt

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Der Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags hat die Petition abgewiesen, die das Bündnis „Pro Bannwald“ gegen die Ausweisung eines Gewerbegebiets im Unterbrunner Holz eingereicht hatte. Locker lassen will das Bündnis trotzdem nicht.

Gilching/Gauting – Wie Werner Deiglmayr vom Bündnis „Pro Bannwald“ in einer Pressemitteilung berichtet, habe es im Landtag bei der Diskussion über die Inhalte sehr wohl auch Fürsprecher gegeben. Der erste Berichterstatter, Dr. Christian Magerl von den Grünen, „sprach sich dafür aus, die Petition zur Berücksichtigung und an die zuständigen staatlichen Stellen weiterzuleiten“, berichtet Deiglmayr. Der zweite Berichterstatter allerdings, Martin Fröschl von der CSU, habe die Zurückweisung der Petition gefordert. „Er begründete das damit, dass die Argumente der Petition in den noch anstehenden Verfahren vorgebracht und damit berücksichtig würden“, erklärt Deiglmayr. Damit würde sich ein Votum des Petitionsausschusses pro Berücksichtigung erübrigen. Bei der anschließenden Abstimmung hätten die Abgeordneten von SPD, Grünen und Freien Wählern für die Weiterleitung der Petition gestimmt. Die CSU-Mehrheit habe die Petition jedoch zurückgewiesen.

Für Deiglmayr kein Grund aufzugeben: „Die Zurückweisung erfolgte aus formalen und nicht aus inhaltlichen Gründen“, argumentiert er. Immerhin unterstütze die gesamte Opposition das Anliegen des Bündnisses „Pro Bannwald“. Sein Fazit: „Das Bündnis wird weiter versuchen, das Gewerbegebiet Unterbrunner Holz zu verhindern und dazu auch Petitionen gegen Entscheidungen zugunsten der jetzigen Gewerbegebietsplanung einreichen, die nicht mit so seltsamer Begründung zurückgewiesen werden können.“ Zu dem Aktionsbündnis hatten sich im vergangenen Herbst acht Organisationen, Vereine und Parteien zusammengeschlossen. Mit im Boot sitzen der Verein Fluglärm, SPD, ÖDP, Grüne, die Bürger für Gilching (BfG), die evangelische Kirchengemeinde St. Johannes, die Linke und Christiane Lüst vom Umweltzentrum Öko & Fair in Gauting.

Bekanntlich plant die Gemeinde Gauting südlich des Gewerbegebiets Gilching-Süd und östlich des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen gut 20 Hektar Gewerbeflächen, aufgeteilt auf drei sogenannte Inseln. Insgesamt geht es um eine Fläche von 60 Hektar. Neben der Erhaltung des bestehenden Landschaftsschutzgebietes und der Vermeidung weiterer Flächenversiegelung geht es der Initiative auch um den Schutz des Trinkwassers. Um den Druck zu erhöhen, hatte die Initiative im Frühjahr eine Online-Petition gestartet, die mehr als 1016 Unterstützer unterzeichnet hatten. Die Gemeinde Gauting argumentiert dagegen, verweist unter anderem auf Bannwaldersatzflächen für die geplanten Rodungen.  hvp

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