Eine weitere Kooperation zwischen Gymnasium und Hochschule:  Sylke Wischnevsky vom Gymnasium Gauting mit Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher von der Hochschule für Philosophie München bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.
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Eine weitere Kooperation zwischen Gymnasium und Hochschule: Sylke Wischnevsky vom Gymnasium Gauting mit Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher von der Hochschule für Philosophie München bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.

Bildung

Philosophie-Angebote am OvTG

Das Gautinger Otto-von-Taube-Gymnasium hat eine weitere Kooperation mit einer Hochschule geschlossen – mit der für Philosophie in München. Im Vorfeld hatte die Schule einiges ausprobiert, und das Interesse der Schüler ist vorhanden.

Gauting – Mehr als Mathe und Chemie, Deutsch und Erdkunde – das ist heute Pflicht für weiterführende Schulen. Das Gautinger Otto-von-Taube-Gymnasium (OvTG) hat mit Hochbegabtenklassen, TUMKolleg, Bläserklasse oder MINT bereits sehr viel zu bieten, und nun kommt ein weiterer Baustein dazu: „ein wegweisendes Angebot“ zur philosophischen Bildung von Schülerinnen und Schülern, wie der neue Kooperationspartner die Hochschule für Philosophie München (HFPH) mitteilte.

„Das OvTG und die HFPH wollen mit dieser Zusammenarbeit ihren Beitrag zu einer modernen Persönlichkeitsbildung leisten, die theoretisch fundiert und praktisch wirksam die globalen, gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts in den Blick nimmt“, heißt es vonseiten der Hochschule, die vom Jesuitenorden getragen wird, staatlich anerkannt ist und seit mehr als 90 Jahren besteht. Die Kooperation, die während der Sommerferien geschlossen wurde, beinhaltet ein Proseminarprogramm für Hochbegabte der Jahrgangsstufen 8 bis 11, die besonders begabte Schülerinnen und Schüler des OvTG ab dem Wintersemester belegen können. Fünf sind zunächst geplant, ein Thema dabei ist beispielsweise „Grundlagen der Künstlichen Intelligenz: Eine kritische Einführung“. Elftklässler des Gautinger Gymnasiums können auch ein „Philosophisches Orientierungsjahr“ ab Ende 2023 belegen, für das die Schüler vorher gewissermaßen Zeit sammeln – etwa, wenn sie eine Klasse überspringen würden. Dann sind die Gymnasiasten vollzeit an der Hochschule. Weitere Teile der Zusammenarbeit sind laut Hochschule Besuche von Schülern aus W-Seminaren in Proseminaren der Hochschule. So werden beispielsweise Schülerinnen und Schüler des W-Seminars von Pfarrer Peter Samhammer am OvTG am Proseminar „Homo ludens. Ein Streifzug durch die Philosophie des Spielens“ von Prof. Dr. Claudia Paganini (HFPH) im kommenden Wintersemester teilnehmen. Experten der Hochschule stehen zudem als Gesprächspartner für P-Seminare des OvTG zur Verfügung.

Einige Teile haben Hochschule und Gymnasium bereits getestet, wie Studiendirektor Markus Greif, Mitarbeiter der Schulleitung in Gauting, erklärt. Es gebe eine Nachfrage von Schüler-Seite. Bei Geisteswissenschaft sei es immer schwer gewesen, Partner wie beim TUMKolleg zu finden – nun habe das Gymnasium mit der HFPH einen gefunden. Die neuen Angebote sollen einen Vorgeschmack auf die Universität bieten und Impulse über das Schulische hinaus. Einiges werde erst durch das neue G9 möglich, im G8 wäre die Kooperation undenkbar gewesen. „Die Kooperation mit der Hochschule für Philosophie ist ein großer Glücksfall für das Otto-von-Taube-Gymnasium. Nach wie vor ist die Aufnahme eines Studiums das Ziel des gymnasialen Bildungsganges. Mit dem Konzept der individuellen Förderung, die es auch den besonders Begabten ermöglicht ihr Potenzial voll zu entfalten, ist die Schule schon sehr weit fortgeschritten. Nun kann neben dem naturwissenschaftlichen Schwerpunkt auch der geisteswissenschaftliche Bereich als zweite Säule der Bildung adäquat abgedeckt werden“, erklärte Schulleiterin Sylke Wischnevsky zur Zusammenarbeit.

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