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Tische und Stühle haben Mitarbeiter der Verwaltung im Sitzungssaal des Gautinger Rathauses verrückt. Das einzige, was stört, sind die Stützpfeiler. 

Neue Tische im Gespräch

Ratssaal-Möblierung treibt Gautinger Gemeinderat um

33 oder 35 Stühle, runderneuerte alte oder neue Ratstische? Die Frage nach der Möblierung des Sitzungssaals im Gautinger Rathaus für die nächste Legislaturperiode treibt die Gemeinderäte weiter um. Es stehen noch Antworten aus.

Gauting Eines ist sicher: Nach der Kommunalwahl 2020 werden am Gautinger Ratstisch 30 Mandatsträger Platz nehmen – sechs mehr als aktuell. Aber wie lässt sich das raumtechnisch am besten bewerkstelligen? Vor der Ratssitzung am Dienstag hatten Bauhof-Mitarbeiter die schweren Holztische nach der Skizze der Grünen-Rätin Anne Franke (wir berichteten) so angeordnet, dass künftig auch für 30 Gemeinderäte im großen Sitzungssaal Platz ist. „Es geht auch mit einer Null-Lösung“, freute sich Frankes Fraktionskollege Heinrich Moser, dass man auch in Zukunft mit dem vorhandenen Mobiliar zurecht kommen und damit viel Geld – etwa 45 000 Euro – sparen könnte. Bootsbaumeister Wolfgang Meiler (BiG) bot an, einen der Tische passgenau zu kürzen – „kostenlos“.

Das sei keine Null-Lösung, widersprach Stephan Ebner (CSU). Schließlich müsse noch die Schreinerei des Bauhofs beauftragt werden. Und weil die Tische für mehr Personen weiter nach außen rückten, wachse der Abstand zwischen den Gemeinderäten. Um seinen Kollegen Tobias Mc Fadden (Piratenpartei) gegenüber sehen zu können, benötige er künftig seine „hervorragende“ Brille. „Diese Lösung überzeugt mich nicht“, so Ebner.

„Große Tanzfläche“ in der Saalmitte

Mit der „großen Tanzfläche“ in der Saalmitte sei eine ordnungsgemäße Sitzung künftig nicht mehr gewährleistet, meinte Markus Deschler (FDP). Auch der nächste Gemeinderat benötige eine „vernünftige Arbeitsatmosphäre“, ergänzte CSU-Fraktionssprecherin Eva-Maria Klinger. Dass ihre Kollegen mit ihren Drehstühlen direkt vor dem Beamer-Bildschirm säßen, sei nicht zumutbar, so Klinger. Mit den von der Rathausverwaltung vorgeschlagenen Lösung mit neuen, flexiblen Klapptischen spare man schon kräftig ein.

Auch mit neuen Tischen „werden wir ähnlich dasitzen“, erklärte Mc Fadden. Deshalb befürworte er den Antrag von Anne Franke. Da es drei Varianten gebe, „brauchen wir uns heute keinen Kopf machen“, sagte Hans Wilhelm Knape (soziale Ökologen). Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger vertagte die Entscheidung, da von einer Variante der Kostenvoranschlag fehlte.

Christine Cless-Wesle

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