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Ein Prosit auf die Erfolgsgeschichte des Gautinger Repair-Cafés. Das jüngste Mitglied des Teams, der zehnjährige Eric, zeigt an, dass die Einrichtung seit fünf Jahren ihre Hilfsdienste anbietet.

Fünf Jahre alt

Repair-Café Gauting: 1500 „Kaputtos“ vor der Tonne bewahrt

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Grund zum Feiern hatte am Wochenende das Team des Repair-Cafés in Gauting. Seit fünf Jahren schreiben die 16 ehrenamtlichen Technik-Experten eine Erfolgsgeschichte. Darauf haben sie mit Bio-Sekt angestoßen.

Gauting– An jedem dritten Samstag im Monat wuselt es in der alten Pizzeria im Gautinger Bahnhofsgebäude. Seit fünf Jahren bieten die Helferinnen und Helfer des Repair-Cafés dort ihre Dienste an. Getreu dem Motto „reparieren statt wegwerfen“ sind alle Gautinger willkommen, die ein defektes Gerät wieder in Gang bringen lassen wollen – sei es ein CD-Player, ein Plattenspieler, Uhren oder Haushaltsgeräte, aber auch Textilien werden wieder aufgehübscht. Und im Frühjahr und Sommer haben die Reparateure mit zahlreichen Fahrrädern zu tun, deren Bremsen nicht funktionieren oder die einen platten Reifen haben.

Die Bilanz kann sich sehen lassen. In den vergangenen fünf Jahren haben an die 2500 Bürgerinnen und Bürger ihre „Kaputtos“ zum Reparieren gebracht, teilt Cheforganisator Karl Heinz Jobst mit. Gut 60 Prozent der Kundschaft konnte mit intakten Geräten wieder nach Hause gehen. „Das heißt“, so Jobst, „etwa 1500 Gegenstände musten nicht neu gekauft werden und landeten nicht in der Tonne.“ Im Vordergrund stehe bei dem Reparaturteam die Hilfe zur Selbsthilfe. Die Kundschaft werde im Repair-Café bei der Reparatur mit einbezogen, um die Fähigkeit zu erwerben, sich in Zukunft selbst helfen zu können. Die Gautinger seien dankbar für die Dienste des Helfer-Teams. Obwohl deren Arbeit kostenlos sei, würden viele Besucher des Cafés großzügig spenden. Das gesammelte Geld werde jedes Jahr einer gemeinnützigen Organisation zur Verfügung gestellt, sagt Jobst.

Bürgermeisterin hebt Bedeutung von Nachhaltigkeit hervor

Gautings Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger, die mit Umweltreferent Wilhelm Rodrian zu der kleinen Feierstunde ins Café gekommen war, dankte den ehrenamtlichen Reparateuren für ihren Einsatz. Sie hob die Bedeutung der Einrichtung für Nachhaltigkeit und Umweltschutz hervor. Das Team dankte der Gemeinde, die mit Werbung und der Überlassung der Räumlichkeiten das Café unterstützt.

Jüngstes Mitglied im Reparaturteam ist der zehnjährige Eric. Seit zwei Jahren kommt er regelmäßig ins Repair-Café, ausgerüstet mit einem eigenen Werkzeugkoffer. Jobst ist stolz auf den eifrigen Buben: „Der versorgt die Mitglieder des Teams mit Kaffee und schaut, dass alle Arbeitstische mit Reparaturmaterial versorgt sind. Unter Anleitung führt er auch selbst Reparaturen aus.“ Damit sein Einsatz wachsen kann, lässt sich Eric zu Weihnachten seinen Koffer mit weiteren Werkzeugen ausstaffieren.

Das Repair-Café öffnet wieder am Samstag, 15. Februar. Repariert wird von 14 bis 17 Uhr. Es gibt Kaffe, Tee und andere Getränke aus fairem Handel sowie hausgemachte Kuchen.

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