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Besuch im neuen Heim: Dieser Tage kamen Gautinger Sternsinger im Marienstift vorbei und besuchten die Mitarbeiter. Das Kleemann-Mosaik aus dem alten Marienstift ziert eine Wand im Foyer (rechts).

Umbau

Rückkehr ins Gautinger Marienstift

Das neue Caritas-Marienstift in Gauting steht kurz vor der Fertigstellung. Heimleiter Sebastian Etzel und seine Mitarbeiter legen letzte Hand an. Die ersten Bewohner werden am Donnerstag einziehen.

Gauting Noch stehen die Bau- und Transportfahrzeuge im Hof des Caritas-Seniorenzentrums neben dem Sportplatz der Grundschule beim Gautinger Rathaus. In den fast fertigen zentralen Hauptkomplex mit der neuen Adresse Josef-Cischeck-Platz 1 werden in wenigen Tagen die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen, sagt Pflegedienstleiterin Eva Kavkazi: „Die Personalfindung läuft: Wir werden nach und nach belegen.“

Beim ersten Besuch der Sternsinger am Freitagvormittag führte Heimleiter Sebastian Etzel (36) durch die noch unbewohnten Neubauten des Marienstifts. Die Sessel und Sofas, die in der offenen Cafeteria künftig Wohnzimmer-Atmosphäre verbreiten sollen, waren noch in Folie verpackt. Doch das 18-köpfige Team um den Pflegemanager Etzel ist bereits vor Ort: Christine Schön ist für „Soziale Begleitung“ zuständig, Rita Schmid managt Hauswirtschaft und Betreutes Wohnen, Eva Kavkazi übernimmt die Pflegedienstleitung.

„Die Gautinger sind herzlich willkommen: Unsere Türen stehen offen“: Christine Schön freut sich auf Besucher und Gautinger, die sich vor Ort ehrenamtlich engagieren wollen – und Leben ins neue Seniorenheim bringen. Vor fünf Jahren hatten die letzten Bewohner das alte Marienstift an der Schulstraße verlassen müssen. Die meisten zogen in Caritas-Einrichtungen in der Nachbarschaft. Am kommenden Montag werde ein Bewohner von St. Gisela Gräfelfing zurück ins jetzt neue Gautinger Marienstiftziehen, teilt Heimleiter Etzel.

In dem Neubau, errichtet auf einem geschenkten Grundstück der 1969 kinderlos verstorbenen Landwirtin und Ehrenbürgerin Maria Gleixner, erinnert nur noch das heiter stimmende Mosaik von Adolf Kleemann (1904-1989) an die Vergangenheit. Dank des Freundeskreises um den Gautinger Klaus Heinecke war das Kunstwerk vor dem Abriss des alten Stifts abgetragen, aufbewahrt und jetzt ins Foyer integriert worden.

Beim Rundgang durch die für 16,5 Millionen Euro errichteten drei Gebäudekomplexe erläutert Etzel das neue Wohngruppen-Konzept. Die 51 Bewohner in der vollstationären Pflege „sollen sich hier ebenfalls wie zu Hause fühlen“. Deshalb bringen die betreuten Senioren ihre eigenen Möbel mit. Es gibt helle, einladende Zimmer mit großen Fenstern, barrierefrei gebautem Bad und gemeinsam genutzten Wohnküchen. „Wer sein Leben lang um 9 Uhr gefrühstückt hat, kann das auch weiterhin tun“, erklärt der Pflegemanager die flexiblen Zeiten.

In den beiden Punkthäusern gibt es barrierefreie Ein- und Zwei-Zimmer-Appartements mit Küche. Im Betreuten Wohnen mit 24-Stunden-Hausnotruf fühlten sich Senioren sicherer als in den eigenen vier Wänden. Bei Vollbelegung werden es 118 Bewohner sein – einschließlich der 20 Plätze in der Tagespflege. Alle Appartements im Betreuten Wohnen seien bereits vergeben gewesen, sagt Etzel. Doch einige Interessenten seien wieder abgesprungen. Mit Betreuungspauschale kosten die größten Appartements mit Balkon und 66 m² Wohnfläche 1700 Euro.

Von Christine Cless-Wesle

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