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Präsentation der Müllskulptur mit Kunstlehrerin Iris Rampf, Bernd Wiedemann, Vorstand des Gautinger Kunstvereins, Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger, Initiatorin Ariane Eiglsperger sowie die Nachwuchs-Künstler Myro n Rampf und Ely Gruber (v.l.). 

Aktion junger Künstler

Schrott-Skulptur landet in der Galerie

Kunst aus Schrott: Das Ergebnis der beim jüngsten Würm-Ramadama angekündigten Installation ist derzeit im Foyer des Gautinger Rathauses zu bewundern. Da wird sie aber nicht bleiben.

Gauting –  Ely Gruber (18) Myron Rampf (17), Hannah Neumüller (17) und Anna Pichler (18), jugendliche Mitglieder des Gautinger Kunstvereins, haben aus dem aus der Würm gezogenen Unrat eine mit lebendigem Blau besprühte Skulptur gestaltet. Bei der gestrigen Präsentation hatte Künstlerin Inifrau von Rechenberg die zündende Idee: Das Werk wird verkauft und in Michael Schröters Galerie am Hauptplatz ausgestellt.

Mit dem Vorschlag, aus dem Ergebnis des Würm-Ramadama eine „Müllskulptur“ herzustellen, hatte Gemeinderätin Ariane Eiglsperger bei Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger offene Türen eingerannt. An einem sonnigen Samstag Anfang April sammelte eine Gruppe Freiwilliger achtlos weggeworfenen Unrat aus dem Fluss. Fischer in langen Gummistiefeln, ein Team um Ellen Hacker von der Gautinger Ortsgruppe im Bund Naturschutz sowie Taucher von Seaworld waren im Einsatz.

Im Schlosspark zog die Jugend des Kunstvereins mit dem Vorsitzenden Bernd Wiedemann nach der Aufräumaktion eine erste Müllbilanz aus Dosen, Flaschen, Tellern und vielem anderen. Auffälligste Müllstücke waren ein Skateboard, das emaillierte Ziffernblatt einer alten Uhr und ein ausgedienter, steinharter Lederschuh, der womöglich einer Bäuerin gehörte hatte, berichteten gestern bei der Präsentation Myron Rampf und Ely Gruber.

Aus diesen Stücken wollten die Gymnasiasten eigentlich eine freistehende Skulptur für den Rathausgarten entwerfen und fertigen. Doch statisch haute das nicht hin. Die vier Nachwuchskünstler montierten den Unrat deshalb auf eine Spanplatte und besprühten das Werk in Blautönen – allerdings ist es nicht wetter- und wasserfest und deshalb nicht für den Rathausgarten geeignet.

Galerist Michael Schröter war gleich bereit, die fantasievolle Müllskulptur mit dem surfenden Schuh in seiner Galerie am Hauptplatz zu präsentieren. Da Schröter im Hauptberuf sogenannte Messies betreut – Menschen, die nicht ich in der Lage sind, Ordnung in ihre vermüllte Wohnung zu bringen –, passe das Werk hervorragend zum Thema. Als Anerkennung für die jungen Künstler soll die Schrott-Installation verkauft werden. Bürgermeisterin Kössinger sagte spontan einen Beitrag aus ihrem Verfügungsfonds zu. Nur über den Preis müsse man sich noch einig werden, sagte Bernd Wiedemann, Chef des Kunstvereins. 

Christine Cless-Wesle

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