Ab Freitagmittag erhielten die 100 Gautinger Abiturientinnen und Abiturienten in einzelnen Feiern ihre Zeugnisse. 
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Ab Freitagmittag erhielten die 100 Gautinger Abiturientinnen und Abiturienten in einzelnen Feiern ihre Zeugnisse. 

Abitur: Zeugnisverleihung

Sehr gute Gautinger Gymnasiasten: Die Hälfte hat eine 1 vor dem Komma

Mit der Übergabe der Abiturzeugnisse endete für 100 Schülerinnen und Schüler des Gautinger Otto-von-Taube-Gymnasiums am Freitag ein Lebensabschnitt.

Gauting – Exakt 100 erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen verabschiedete Direktorin Sylke Wischnevsky am Freitag bei der Abiturfeier am Otto-von-Taube-Gymnasium. Coronabedingt ging der Festakt, musikalisch umrahmt von Knut Hahne am Flügel, in vier Tranchen im Abstand von einer Stunde bis in den späten Nachmittag hinein über die mit Silber-Lettern „Abi 2021“ geschmückte Bühne der großen Aula. „Wir wissen alle, welch großen Anteil Sie und Ihr Kollegium an unserem tollen Abschluss haben“, dankten Felix Steiner und Maximilian Joos der Schulleiterin in ihrer Abiturrede.

Ab Freitagmittag erhielten die 100 Gautinger Abiturientinnen und Abiturienten in einzelnen Feiern ihre Zeugnisse. 

Im Lockdown mit Distanzunterricht hätten sie auch gelernt, „besser mit sich selbst zurechtzukommen“, gestanden die beiden. Digitalisierung sei aber nicht nur deutschlandweit ein Fremdwort, sondern auch am Gautinger Gymnasium mit seinen „leistungsschwachen“ Servern, fanden die Schüler. Nach dem Ende der in Bayern eingesetzten und nicht nur aus Schülersicht mangelhaften Software Mebis „haben wir es trotzdem geschafft“. Und „wenn wir nach acht Jahren nicht leistungsorientiert sind, wären wir nicht am Otto-von-Taube-Gymnasium gewesen“, so die beiden Abiturienten unter Applaus.

Ab Freitagmittag erhielten die 100 Gautinger Abiturientinnen und Abiturienten in einzelnen Feiern ihre Zeugnisse. 

„Vor einem guten Jahr hatten wir alle gehofft, das Jahr 2021 könnte wieder ein normales sein. Es ist anders gekommen und Sie haben die wichtigste Prüfung am Gymnasium, das Abitur, nun doch unter Pandemie-Bedingungen vorbereiten und ablegen müssen“, sagte Direktorin Wischnevsky. „Sie haben diese extreme und außergewöhnliche Herausforderung mit Bravour gemeistert und können jetzt mit Kompetenzen, Fähigkeiten und einer Lebensschulung in die Unabhängigkeit als Erwachsene starten wie kaum Jahrgänge vor Ihnen. Mit Unterstützung der Schule, Ihres Elternhauses und Freundeskreises, der Gesellschaft und vor allem eigener exemplarischer Einstellung haben Sie trotz aller Widrigkeiten ein gewaltiges Spektrum zu Verfügung, um Ihre Zukunft zu planen“, so Wischnevsky. Und weiter: „Seien Sie zugleich mutig und zuversichtlich, aber auch umsichtig und gelassen und nutzen Sie Ihre Chancen“, riet die Schulleiterin ihren Absolventen.

Denn „auf diese Weise werden Sie die Welt aktiv mitgestalten“, hoffte die Direktorin auch auf die künftige Treue dieser Ehemaligen des OvTG – etwa in der Berufsberatung der nächsten Schülergenerationen. „Voller Vertrauen, gepaart mit etwas Wehmut, lassen wir Sie ziehen. Ihre Lehrkräfte und Ihre Schulleiterin sind stolz auf Sie“, entließ die Direktorin den zweiten Corona-Abiturjahrgang mit dem schon traditionellen irischen Segensspruch: „May the road rise up to meet you…“ (Möge dir dein Weg leicht werden…).

Ab Freitagmittag erhielten die 100 Gautinger Abiturientinnen und Abiturienten in einzelnen Feiern ihre Zeugnisse. 

Sieben der 100 Abiturienten des Gymnasiums, das mit Hochbegabtenklassen und TUM-Kolleg bekanntlich eine Kooperation mit der Technischen Universität München, aufwarten kann, hatten in ihren Zeugnissen den Durchschnitt 1,0 erreicht. Jeder Zweite hatte eine Eins vor dem Komma, so die Direktorin. Frühere Kritik und eine Neiddebatte zum Unterricht mit „Binnen-Differenzierung“, bei der jede und jeder entsprechend seiner individuellen Begabung gefördert werde, seien inzwischen verstummt. Zum Finale überreichte der gesamte Abschlussjahrgang seine Top- Ten-Blumensträuße – völlig neidlos.

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