Im Gautinger Sommerbad haben in diesem Jahr 730 Mädchen und Buben das Schwimmen gelernt. Im kommenden Jahr wird der Strom für das beheizte Becken aus einer eigenen Solaranlage auf den Umkleiden produziert.
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Im Gautinger Sommerbad haben in diesem Jahr 730 Mädchen und Buben das Schwimmen gelernt. Im kommenden Jahr wird der Strom für das beheizte Becken aus einer eigenen Solaranlage auf den Umkleiden produziert.

Gautinger Sommerbad

Erfolgssaison trotz Corona

Die Badesaison endet für Gauting erfreulich: Sommerbad-Betreuer Michael Ruhdorfer vermeldet deutlich höhere Einnahmen und damit ein geringeres Defizit als im Vorjahr.

Gauting – Natürlich spielt Corona eine Rolle in der Bewertung der Finanzlage des Gautinger Sommerbads. „Mehr Öffnungstage“ als in der vorangegangenen Corona-Saison 2020 und dadurch gestiegene Einnahmen aus Eintrittsgeldern in Höhe von 164 000 Euro meldete der fürs Gautinger Sommerbad zuständige technische Leiter Christian Ruhdorfer am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss. Im Vergleich zum Vorjahr sank das Defizit von 333 000 auf 209 000 Euro. Ab kommender Saison liefert die neue Fotovoltaikanlage auf dem Umkleidendach den Strom für das beheizte Freibad. „Seit Ruhdorfer die Verantwortung für das Sommerbad übernommen hat, läuft der Betrieb gut“, freute sich Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger, für Ruhdorfer gab es Applaus.

44 965 Badegäste zählte Ruhdorfer heuer, vergangenes Jahr waren es 16 653. Die Saison startete bereits am 22. Mai – 2020 sperrte er das Bad erst Mitte Juli auf. Die Öffnungstage erhöhten sich dadurch auf 116 – fast wie vor Corona. Die Kasse war pandemiebedingt durchgängig mit Personal besetzt. Auch der Service des eingesetzten Security-Dienstes aus Neuried habe gut geklappt, sagte er. Einschränkungen gab es wegen Corona: Die Warmumkleiden blieben geschlossen, und im Heißsprudelbecken waren maximal 22 Personen zulässig. Deshalb war das kleine Bassin vornehmlich den Kindern der Schwimmkurse vorbehalten – mit Erfolg. Denn 730 Mädchen und Buben haben in diesem Sommer im Gautinger Freibad das Schwimmen gelernt. Renner bei den Kleinkindern war der für fast 80 000 Euro gebaute, mit Blumen bepflanzte neue Wasserspielplatz.

Durch die verlängerte Saison – „ohne Corona-Fall“, wie Ruhdorfer sagte – stiegen die Einnahmen von rund 56 000 Euro in 2020 auf heuer 164 000 Euro. Die Ausgaben sanken etwas von fast 390 000 Euro auf 373 000 Euro. Das Freibad-Defizit sank daher im Vergleich zum Vorjahr von 333 000 Euro auf aktuell 209 000 Euro, rechnete Ruhdorfer vor. Er rechnet mit weiterer Verbesserung, wenn die PV-Anlage sämtlichen Strom für das Bad liefert. Nach der Freibad-Schließung wurde die Gautinger Feuerwehr bei Chlorgas-Übungen Anfang Oktober von der Bädertechnik-Firma Ackermann eingewiesen, berichtete Ruhdorfer.

„Dass wir die Schwimmschulen haben, bei denen Kinder im warmen Wasser eine lebenswichtige Grundfertigkeit lernen, finde ich besonders erfreulich“, lobte die Bürgermeisterin. Deshalb habe der Whirlpool für die Kleinen Priorität. Auch sie finde die Angebote „super“, pflichtete Dreifach-Mama Claudia Nothaft (Grüne) bei. „Doch warum ist das Heißsprudelbecken ab 13 Uhr geschlossen?“ Weil es keine Freiwilligen gebe, die nachmittags die Belegung des Whirlpools kontrollieren, antwortete Ruhdorfer. „Hoffen wir 2022 auf eine gute Saison – ohne Corona“, wünschte sich die Bürgermeisterin.

Christine Cless-Wesle

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