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Sonnenstrom im Sommerbad Gauting: Neue Anlage für den Eigenbedarf

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Betriebsbereit: Lieferant Christian Weiderer und Sommerbad-Chef Christian Ruhdorfer (r.) mit einem Solarpaneel, wie es auf den Badbauten (im Hintergrund) angebracht ist. Die Anlage liefert Strom für den Eigenbedarf.
Betriebsbereit: Lieferant Christian Weiderer und Sommerbad-Chef Christian Ruhdorfer (r.) mit einem Solarpaneel, wie es auf den Badbauten (im Hintergrund) angebracht ist. Die Anlage liefert Strom für den Eigenbedarf. © ANdrea Jaksch

Das Gautinger Sommerbad produziert ab sofort einen Teil des Stroms selbst – die Solaranlage auf dem Dach ist einsatzbereit. Der Strom wird fast ausschließlich im Freibad selbst verbraucht, im Sommer und im Winter. In wenigen Jahren hat sich die Anlage für rund 25 000 Euro rentiert.

Gauting – Das Gautinger Sommerbad wird ab sofort ökologischer betrieben. Auf den Dächern von Kassenhaus und Umkleide hat Christian Weiderer von der AC Solar Gmbh Starnberg Ende Oktober die neue Fotovoltaik-Anlage montiert. Die Anlage liefere Strom für den Eigenbedarf, erläuterte Techniker Christian Ruhdorfer.

Gut 16 000 Kilowatt-Stunden Strom werde die Solaranlage im Jahr produzieren, rechnet Christian Weiderer vor. Das entspricht etwa zehn Prozent des Gesamtverbrauchs. Der Strom sei „vornehmlich für den Eigenbedarf“ im Freibad bestimmt, ergänzt Ruhdorfer. Denn dafür gebe es derzeit die höchsten Vergütungen. Optimal werden die vom Eingang am Reismühler Weg nicht sichtbaren Dachflächen genutzt: Die Solarpaneele am neuen Wasserspielplatz sind Richtung Osten und Südosten ausgerichtet, sodass im Sommer schon ab dem frühem Morgen die Sonne darauf scheint. Wenn der Verbrauch während der Freibad-Saison steige, stehe auch die Sonne am höchsten, erklärt Christian Ruhdorfer den Effekt des „höchstem Wirkungsgrads“. Auch im Winter, wenn die Sonne tiefer steht, ziehe das Gautinger Freibad noch Strom, etwa im Technikraum, für die Wärmepumpe oder die Außenbeleuchtung.

Bei 70 Prozent Strompreis-Erhöhung im vergangenen Jahrzehnt mit derzeit 30 Cent für die Kilowatt-Stunde sei der Zeitpunkt für die Investition von knapp 25 000 Euro brutto in die Solaranlage gerade richtig gewesen, freut sich Ruhdorfer. Schon nach fünf bis sechs Jahren mache sich die Anlage bezahlt, rechnet der Lieferant vor. Die produzierte Strommenge, die etwa dem Verbrauch von fünf durchschnittlichen Haushalten entspricht, sind fast zu 100 Prozent für den Eigenbedarf und senken somit die Betriebskosten im Freibad. Die sind bekanntlich nicht gering, und durch Corona sind auch die Besucherzahlen deutlich gesunken.

Lieferant Christian Weiderer verzeichnet derzeit eine „extrem hohe Nachfrage“ nach Solaranlagen. Mangels der Rohstoffe Silizium und Edelstahl stiegen momentan aber auch die Preise.

Christine Cless-Wesle

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