1. Startseite
  2. Lokales
  3. Starnberg
  4. Gauting

Frauen-Union 40 Jahre alt: Start in einem Wohnzimmer

Erstellt:

Kommentare

Prost, Frauen-Union: Kreisvorsitzende Ute Nicolaisen-März, Vorsitzende Katja Görtler, Angelika Knülle (früher Kreisvorstand) und die Gründungsmitglieder Beatrice Reindl, Barbara Geyer, Antje Lange und Irmi Waller (v.l.).
Prost, Frauen-Union: Kreisvorsitzende Ute Nicolaisen-März, Vorsitzende Katja Görtler, Angelika Knülle (früher Kreisvorstand) und die Gründungsmitglieder Beatrice Reindl, Barbara Geyer, Antje Lange und Irmi Waller (v.l.). © Dagmar Rutt

Die Frauen-Union Gauting-Krailling hat ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert - zumindest der Gautinger Teil.

Krailling/Gauting – „Sie tun etwas für die Gesellschaft“, würdigte Landrat Stefan Frey das Engagement der Unionsfrauen: Unter dem Motto „Kräftig anpacken und handeln“ feierte etwa 40 Christsoziale mit der Vorsitzenden Katja Görtler und der Gautinger Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger in der Kraillinger Brauerei das Jubiläum 40 Jahre Frauen-Union (FU) Gauting-Krailling. Unter den Festgästen waren Gautingerinnen der ersten Stunde wie Beatrice Reindl, Irmi Waller oder Barbara Geyer.

„Bei Maria Rüchardt im Wohnzimmer hat damals alles begonnen“, erinnerte Görtler. Deshalb überreiche sie Sohn Benedikt stellvertretend die Urkunde als Beleg der Ehrenmitgliedschaft. Maria Rüchardt (89) war altersbedingt nicht mehr in der Lage, dabei zu sein. Unter den Festgästen begrüßte Görtler, die bei der Gründung 1982 „gerade mal acht Jahre alt war“, auch Kreisvorsitzende Ute Nicolaisen-März, die Landtagsabgeordnete Dr. Ute-Eiling-Hütig, die langjährige Kraillinger Vizebürgermeisterin und Ehrenbürgerin Eleonore Zwißler sowie die frühere Bürgermeisterin Christine Borst. Mangels Nachwuchs fusionierte die FU Krailling 2001 mit Gauting.

„Wer heute sagt, Frauen seien zu wenig in der Politik vertreten“, kenne das Würmtal nicht, sagte Kössinger. „Von 2014 bis 2020 hatten wir hier nur Bürgermeisterinnen.“ Gautinger Unionsfrauen wie Maria Rüchardt, Beatrice Reindl oder Eva-Maria Klinger hätten sie im Wahlkampf 2014 tatkräftig unterstützt.

Landrat erinnert an Vorkämpferinnen

„Sie fragen nicht, was der Staat für Sie tun kann, sondern Sie tun etwas für die Gesellschaft“, würdige Frey das Engagement der Unionsfrauen. Die Ursprungsidee des CSU-Gründers „Ochsen-Sepp“, Josef Müller aus Gauting, wonach die Frauen-Union „das ausgleichende Element ist und die Liebe in die Union trägt“, sei längst passé, so Frey unter Gelächter. Die CSU sei eine „weltoffene Partei“, die keine Ideologien vor sich herträgt – und die Probleme „mit realistischem Blick und gesundem Menschenverstand“ anpacke. Vorkämpferinnen waren die „starken Unionsfrauen“ wie Prof. Ursula Männle, die für die Vereinbarkeit für Familie und Beruf mit Mütterrente kämpfte, erinnerte der Landrat. Auch die unvergessene Justizministerin Dr. Mathilde Berghofer-Weichner aus Stockdorf, die als einzige Frau im Kabinett dem Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß widersprochen habe.

Seit Jahrzehnten engagierten sich Christsoziale an der Basis wie die verstorbene FU-Vorsitzende Rosa Strenkert für die Umwelt und „gründeten ,Unser Land‘“, so Frey. Der keinesfalls unpolitischen jungen Generation fehle heute „ein Stück Mut“, sich zu einer Partei zu bekennen. „Unser Bilderbuch-Sozial-Staat“ übernehme inzwischen „unfassbar viele Aufgaben“, kritisierte Frey – auch die Ampel in Berlin. (cc)

Auch interessant

Kommentare