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Freut sich, dass es wieder losgeht: Lukas Bullemer, Kapitän von Landesligist TC Gauting.

Tennis

Punktspielsaison startet Mitte Juni

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Die Filzkugel kann wieder fliegen. Nach der Öffnung der Tennisplätze am Montag vergangener Woche soll auch die Punktspielsaison mit etwas Verzögerung Mitte Juni beginnen.

LandkreisLukas Bullemer ist erleichtert. Endlich kann der Mediziner wieder seinem Lieblingssport nachgehen. „Ich habe es schon sehr vermisst“, sagt der Kapitän von Tennis-Landesligist TC Gauting. Gesundheitliche Bedenken hat er keine wegen der Tatsache, dass die Sportler in Bayern wieder trainieren dürfen. „Ich schätze die Infektionsgefahr momentan als eher niedrig ein“, sagt Bullemer. Als Arzt im Krankenhaus hat er bereits die eine oder andere Erfahrung im Umgang mit dem neuartigen Virus gemacht. „Es ist schwer, weil man noch so wenig weiß. Aber die Anzahl an Infizierten momentan ist doch sehr gering“, sagt er.

Der Bayerische Tennis-Verband (BTV) sieht es wohl ähnlich. Die ursprünglich vorgesehenen Hygienemaßnahmen wurden etwas entschärft. Zudem soll Mitte Juni doch noch die Spielzeit Sommer 2020 starten. „Wir sind auch richtig heiß drauf“, berichtet Bullemer. Dabei ist der TCG von den Auswirkungen zumindest finanziell hart getroffen. „Wir haben drei wichtige Sponsoren verloren“, erzählt der Kapitän. So setzen sie im Würmtal noch mehr auf die Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Anze Kapun, der Punktegarant der Vorsaison, wird wohl gar nicht zum Einsatz kommen. „Das wäre, Stand jetzt, zu teuer“, sagt Bullemer.

Es wird keinen regulären Auf- und keinen Abstieg geben

Die Gautinger können die Saison dennoch gelassen angehen, denn es wird in dieser Saison keinen regulären Auf- und keinen Abstieg geben. „Das hat der Verband so bekannt gegeben“, sagt Matthias Wörsching. Der Mannschaftskapitän des TSV 1880 Starnberg kann sich damit bereits jetzt über den Klassenerhalt in der Landesliga freuen. „Das ist schon kurios, denn eigentlich haben wir uns keine großen Chancen ausgerechnet“, bekennt Wörsching. Nach dem Rückzug aus der Bayernliga wird der TSV nur noch mit Akteuren aus dem eigenen Stall antreten – komplett ohne Ausländer. „So etwas hat es wohl schon lange nicht mehr in dieser Spielklasse gegeben. Ich würde mich freuen, wenn auch in Zukunft generell mehr auf einheimische Spieler gesetzt wird“, sagt Wörsching.

TC Tennispark Herrsching voller Vorfreude

Die Herrenmannschaft des TC Tennispark Herrsching ist ebenfalls voller Vorfreude auf die neue Saison. „Wir sind auf jeden Fall am Start und wollen das Bestmögliche rausholen“, sagt Spielführer Tim Hoffmann vor dem Rundenstart in der Super Bezirksliga.

Auch in den unteren Ligen sind die Vereine aus dem Landkreis bereit für die Medenrunde. „Wir haben alle nötigen Maßnahmen getroffen, und unsere Spieler trainieren bereits fleißig“, vermeldet Florian Beck, Abteilungsleiter des SC Pöcking-Possenhofen. Beim TSV Pentenried geht nur die Herren-70-Mannschaft nicht an den Start. „Die genauen Gründe kenne ich aber nicht“, teilt Abteilungsleiter Henning Wicht mit. Er bedauert es zwar, dass es diesmal nicht um Auf- und Abstieg geht, betont aber auch: „Das Wichtigste ist, dass man wieder Spaß am Tennis haben kann.“

Diskussionen gibt es noch um das Doppel. „Das ist ein ziemliches Hin und Her beim Verband“, ärgert sich Peter Kramer, beim Tennis aktiver Vereinsboss des TSV Gilching-Argelsried. Da die Gemeinde Gilching bislang nur Einzelsport zulässt, ist das Doppelspielen beim TSV noch untersagt. Auch ist nicht klar, ob die Gilchinger alle gemeldeten Mannschaften ins Rennen schicken werden. Der BTV hat die Abmeldefrist jüngst bis zum 24. Mai verlängert.

Ungewohnt ist für die Sportler, dass die Kabinen geschlossen sind. Duschen und Umziehen in geschlossenen Räumen ist nicht möglich. „Da es eigentlich dazu gehört, dass man nach den Spielen noch zusammensitzt und etwas isst, werden wir uns etwas einfallen lassen. Zumindest ein Wasserhahn draußen könnte helfen“, sagt Wicht. Immerhin dürfen seit gestern die Vereinsgaststätten zumindest ihre Außenbereiche wieder öffnen. Eine Woche später soll man auch in der Wirtschaft speisen können. Es könnte doch noch eine (fast) normale Saison für die Tennisfreunde des Landkreises werden.

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