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Eine Traglufthalle über zwei Sandplätze möglichst schon ab der nächsten Wintersaison Tennisspielen in Stockdorf erlauben, hofft Abteilungsvize Rainer Weber.  

TV Stockdorf

Mit Traglufthalle dem Winter trotzen

Der erste Impuls für das ehrgeizige Projekt kam vom Vize der Stockdorfer Tennisabteilung. Damit vor allem Kinder und Jugendliche, immerhin ein Drittel der knapp 300 Mitglieder, auch im Winter vor Ort trainieren können, plant Rainer Weber eine Traglufthalle über zwei Sandplätzen.

StockdorfBei der außerordentlichen Hauptversammlung kam es zum Schwur: 60 von 90 anwesenden Aktiven der Tennisabteilung im TV Stockdorf plädierten dafür, dass das 150 000 Euro teure Projekt Tennishalle weiter verfolgt wird. So viele Tennisspieler hatten sich noch nie zu einer vergleichbaren Versammlung getroffen. In dem überfüllten Raum des Stockdorfer Vereinslokals Zadar ging es im das Für und Wider einer Halle. Vereinschef Heinz Rudolf Marzen hatte unmissverständlich klar gemacht: Die Finanzierung einer aufblasbaren Halle auf einem Teil der sechs Tennisplätze an der Maria-Eich-Straße müsste die Tennisabteilung aus Eigenmitteln stemmen.

Sowohl für die Gemeinde Gauting, die dem Hauptverein für den Gebäudeunterhalt Zuschüsse zahlt, als auch für den Hauptverein TV Stockdorf müsse das Hallen-Projekt kostenneutral ausgehen, erläuterte Heinz-Rudolf Marzen im Gespräch mit unserer Zeitung. Schon 2014 habe er als Bittsteller für den Hauptverein antreten müssen. Damals ging es um den verteuerten und danach mit viel ehrenamtlicher Eigenleistung errichteten Mehrzweckbau des TV Stockdorf.

Die Sanierung des Flachdachs beim Altbau sei momentan wichtiger als eine Tragluft-Halle für die Tennisabteilung, betonte TV-Chef Marzen, selbst ein begeisterter Tennisspieler.

Beim Ortstermin an den verschneiten Tennisplätzen erläuterten am Freitag Abteilungsvize Rainer Weber und Schriftführerin Henriette Thome das Projekt. Vor allem die 100 Kinder und Jugendlichen, die nach der Freiluftsaison benötigte auch im Winter eine Trainingsmöglichkeit vor Ort, statt zu Hallen in umliegenden Gemeinden gefahren werden zu müssen. Bei der Versammlung hatte Weber den Mitgliedern verschiedene Modelle vorgestellt. Geplant sei eine aufblasbare Halle über zwei der sechs Sandplätze. Er habe Angebote von zwei Herstellern: Die Traglufthalle koste etwa 150 000 Euro. Hinzu kämen noch Kosten für Elektro- und Heizungsanschluss. Doch bereits mit einer „gering angesetzten“ Auslastung von 45 Prozent rechne sich das Projekt schon, sagt Weber.

Wegen der Erschließung der künftig mit Halle überbauten Tennisplätze hat der Tennis-Vize an diesem Samstag ein Gespräch mit den Stockdorfer Feuerwehr-Kommandanten. Denn für die Tennishalle sei ein Bebauungsplan nötig. Weber hofft, dass die Halle schon im nächsten Winter steht: „Wenn es gut läuft, am 1. Oktober 2019.“ Eine Tennisspielerin habe bereits bei der Versammlung gerufen: „Ich will gleich einen Platz für Mittwoch, 9 Uhr buchen“, erzählt Schriftführerin Henriette Thome lachend.

Von Christine Cless-Wesle

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