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Schon vier Wochen verunstaltet das mit schwarzer Farbe aufgesprühte „Hallo“ das Kriegerdenkmal.

Kriegerdenkmal

Täter-Handschrift Polizei bekannt

Empört hat sich Gemeinderat Stephan Ebner (CSU) über Schmiererei auf dem Gautinger Kriegerdenkmal in der jüngsten Sitzung des Gremiums geäußert. Auf der Brust der in der Hocke kauernden Statue hat jemand mit schwarzer Farbe ein „Hallo“ auf das Denkmal gesprüht.

Gauting –  Die Schmierereien in Gauting würden von immer derselben Person stammen. Auch der Gautinger Polizeichef kenne diese Handschrift, sagte Ebner.

Laut der Geschäftsleiterin im Rathaus, Maike Wendt, wurde die Soldatenstatue in derselben Nacht verunstaltet wie die Fassade im Innenhof der Realschule auf dem Schulcampus. Das war in der Nacht vom 1. auf den 2. Januar, verlautete aus der Gautinger Polizeiinspektion. Weil es sich um ein Denkmal handele, dürfe der Schriftzug nicht einfach entfernt werden, erläuterte Geschäftsleiterin Wendt in der Ratssitzung.

Das Kriegerdenkmal steht seit 1928 an der oberen Bahnhofstraße. Es erinnert an die Opfer der beiden Weltkriege und stammt aus der Werkstatt des Münchner Bildhauers Karl Himmelstoß. Wegen der „störenden Sichtbehinderung“ für den Verkehr hatte die damalige Verkehrswacht schon vor mehr als 60 Jahren einen neuen Standort für das Denkmal geforert. Mit der geplanten Neubebauung des früheren Grundschulareals kam das Thema wieder auf den Tisch. Doch das Landesamt für Denkmalpflege hatte verlangt, dass das Kriegerdenkmal bleibt, wo es ist. Momentan werden die Karten wieder neu gemischt. Die Bürgerentscheide am 15. April könnten neue Tatsachen schaffen. 

Christine Cless-Wesle

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