Susanne Herms ist seit 1. März neue Pfarrerin in der evangelischen Christuskirche in Gauting
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Erst Lehrerin und nun als Pfarrerin für Jugendliche zuständig: Susanne Herms wird am 14. März in die Pfarrgemeinde eingeführt.

Das gebürtige Nordlicht ist schon lange im Würmtal verwurzelt

Vom Katheder auf die Kanzel: Eine Quereinsteigerin als Pastorin in Gauting

Susanne Herms ist Quereinsteigerin, ein gebürtiges Nordlicht, aber im Würmtal schon lange verwurzelt: Seit diesem Monat ist die aufgeschlossene Seelsorgerin neue Pfarrerin in der Christuskirche in Gauting.

Gauting – „Ich will Pastorin werden, das war mein allererster Berufswunsch“, erzählt Susanne Herms beim Gespräch in der Nachmittagssonne vor dem Evangelischen Gemeindehaus. Auf einem Umweg übers Lehramt ging der Wunsch der gebürtigen Hamburgerin jetzt in Erfüllung: Seit 1. März ist die verheiratete dreifache Mutter aus Gräfelfing Pfarrerin an der Christuskirche Gauting – und für die Jugendarbeit zuständig. Beim Sonntagsgottesdienst am 14. März ab 15 Uhr wird Dekan Dr. Markus Ambrosy die neue Pastorin offiziell in ihr Amt einführen.

„Anfang März wird Susanne Herms in unserer Kirchengemeinde mitarbeiten“, freut sich Pfarrer Klaus Firnschild-Steuer über die neue Pfarrerin. Denn seit dem Weggang von Pfarrerin Ulrike Dittmar vor fast drei Jahren „ist es dem Dekanat und uns nicht gelungen, die freigewordenen halbe Stelle für unsere Jugendarbeit zu besetzen“, bedauert der Gautinger Seelsorger.

Pastorin Susanne Herms: Jugendarbeit liegt ihr am Herzen

Jugendarbeit lag ihr stets am Herzen, sagt Susanne Herms. „Auch während des Lehramtstudiums mit den Fächern Englisch und Evangelische Religion war mir die Jugendarbeit an der Hamburger Innenstadtkirche St. Petri wichtiger“, bekennt die Pastorin mit fröhlichem Lächeln. Nach dem Studium zog Susanne Herms mit ihrem Ehemann 2001 nach München. Im Würmtal sind die drei inzwischen erwachsenen Kinder aufgewachsen. Ihr Ehemann, Professor Dr. Jochen Herms, ist Neuropathologe und forscht an Alzheimer und Parkinson an der LMU München, so die Theologin. Seit 2003 war sie im Schuldienst am Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium München und am Feodor-Lynen-Gymnasium Planegg, erzählt sie weiter. Doch der Berufswunsch „Pastorin“ blieb.

Als Quereinsteigerin habe sie sich für die sogenannte Pfarrverwalter-Ausbildung bei der Landeskirche entschieden. „Viel Spaß machte mir die Prädikantenausbildung“, bekennt die heute 58-Jährige. Nach einem Studienjahr an der Theologischen Hochschule in Neuendettelsau absolvierte die Würmtalerin ihr Vikariat an der Münchner Lukaskirche im Lehel.

Neue Ansprechpartnerin für die Evangelische Jugend

Im Team mit dem Gautinger Pfarrer Klaus Steuer und seiner Kollegin, Pfarrerin Andrea Borger, sei sie die neue Ansprechpartnerin für die Evangelische Jugend. Auch für Senioren samt Altenheim Marienstift sei sie zuständig. Sie freue sich schon sehr auf persönliche Gespräche mit Gautingern aller Generationen, aber auch auf den Weg zur Arbeit. Denn die passionierte Radlerin mit Liebe zu den Bergen wird von ihrem Wohnort Gräfelfing durchs Würmtal radeln. „Es ist ein Glück hier zu leben“, sagt Susanne Herms. Mit ihrem Mann wandere sie regelmäßig, auch zum Predigtstuhl. Und der passe ja wunderbar zum Spruch von Dekan Ambrosy zu ihrem Werdegang „vom Katheder (Lehrer-Pult) auf die Kanzel“, scherzt die neue Pfarrerin von Gauting. Offiziell ordiniert werde sie aber erst am Sonntag, 14. März.

Text: Christine Cless-Wesle

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