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Auf dem Gelände des Sonderflughafens , aber auf Gautinger Flur soll das neue Gewerbegebiet entstehen. Das Rathaus rechnet mit reichlich Steuereinnahmen.

Auf Unterbrunner Flur

Vor 15 Jahren geplant: Jetzt kommt das Gautinger Gewerbegebiet

Auf dem vor 15 Jahren fertig überplanten, gut zwei Hektar großen Gelände auf Unterbrunner Flur östlich des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen entsteht ein neues Gewerbegebiet der BEWO Oberpfaffenhofen GmbH. Einmütig gab der Gautinger Bauausschuss jetzt grünes Licht für die Errichtung von zwei Logistik-/Produktionshallen mit Bürokomplexen und Tiefgarage.

Gauting – „Es freut mich, dass das Gautinger Gewerbegebiet entwickelt wird“, sagte Heinrich Moser (Grüne), der den aktuellen Bauantrag der BEWO auf dem Flughafengelände – aber bereits auf Gautinger Gebiet – sofort befürwortet hatte. Weil es endlich gelungen sei, den Anschluss an die Dornierstraße und damit ans Gewerbegebiet Gilching Süd zu bauen, könne das längst geplante, flugaffine Gewerbe entwickelt werden, erklärte Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger (CSU) und freute sich auf bald sprudelnde Steuereinnahmen.

Das Gewerbegebiet umfasst immerhin eine Fläche von 2,2 Hektar, teilte Bauamtsleiter Rainer Härta auf Anfrage mit. Zwischen Landebahn und Gewerbegebiet Gilching Süd mit Autobahn-Anschluss plane der Bauherr die neuen Hallen und Bürokomplexe: Die eine Halle umfasse eine Grundfläche von knapp 2500, die zweite eine Grundfläche von gut 9000 Quadratmetern, so Härta.

Bürgermeisterin: Gewerbegebiet bereits erschlossen

Kössinger erläuterte zudem, dass das neue Gewerbegebiet auch schon erschlossen sei, da die Galileostraße von Gilching bis zum Sonderflughafen Oberpfaffenhofen mittlerweile fertiggebaut sei. Das Areal liege auf einer Wiese außerhalb von Unterbrunn, aber noch auf Flur des Dorfes und gehöre damit zum Gautinger Gemeindegebiet, erklärte die Bürgermeisterin auf Nachfrage des Unterbrunner Gemeinderats Stefan Berchtold (Piraten/MfG). Da die Galileostraße erst neu gebaut wurde, sei sie auf Plänen noch nicht zu finden, sagte Kössinger. Ebenso wenig die neue Verbindung zwischen Dornier- und Friedrichshafener Straße.

Die BEWO Oberpfaffenhofen GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen von Münchner BEOS AG und der TRIWO AG aus Trier, hat ehrgeizige Pläne: Nach eigenen Angaben will die auf mittelständische Immobilien spezialisierte Firma den einstigen Dornier-Sonderflughafen nämlich zum „Air Tech Campus“ entwickeln. Direkt vor den Haustüren Gautings, Gilchings und Weßlings soll demnach ein flugaffiner „Forschungs- und Hochtechnologiestandort“ entstehen – „als Tor zur bayerischen Landeshauptstadt“.

Dr. Fabian Kühnel-Widmann aus der Stabsstelle Standortförderung im Gautinger Rathaus erwartet, dass seine Gemeinde vom neuen „Air Tech Campus“ sowohl über die Gewerbe- als auch über die Einkommensteuer der dortigen Mitarbeiter profitiert. Das teilte er auf Anfrage mit. Wie viele Arbeitsplätze dank des Vorhabens der BEWO im Gemeindegebiet entstehen werden, sei aber noch unbekannt.

Christine Cless-Wesle

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