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Im weihnachtlichen Schmuck der Pfarrkirche St. Benedikt musizierten und sangen Orchestervereinigung und Kirchenchor mit den Solisten unter Leitung von Daniel Keilhack.

Weihnachtskonzert

Talente krönen musikalischen Festabend

Unter der Leitung von Dorian Keilhack brachten Gesangssolisten, die Orchestervereinigung Gauting und der Kirchenchor von St. Benedikt den barocken Jubel der Weihnachtskantate von Georg Philipp Telemann am zweiten Feiertag zu Gehör – nicht das einzige Glanzlicht des Weihnachtskonzertes .

Gauting – Mit unnachahmlicher Spiritualität sang die Altistin Eva Schöler das Rezitativ „Nur einmal bist du Mensch geboren.“ Ein melodiöses „Ehre sei Gott in der Höhe“ gelang der Sopranistin Susanne Winter. Mit Verve dirigierte Dorian Keilhack den frohen, dahinstürmenden Lobgesang „Uns ist ein Kind geboren“ mit Orchester, Pauken und Trompeten. Einmal mehr hatten der Gautinger Kirchenmusiker Johannes Schachtner und sein Sohn, der Komponist und Dirigent Johannes X. Schachtner, den Chor bestens einstudiert.

Zwei vielversprechende Talente standen im Mittelpunkt des berühmten Bach-schen Doppelkonzerts für zwei Violinen und Orchester in d-moll: In traumhaft sicherem Zusammenspiel intonierten Anna-Alexandra Dörschner (14) und Alma-Vivienne Keilhack (11), Tochter des Dirigenten, das höchst lebendige „Vivace“. Kein Wunder: Die beiden Geigerinnen sind erste Bundespreisträgerinnen beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ und Jungstudentinnen an der Musikhochschule Würzburg. Mit energischem Strich boten die jungen Musikerinnen mit dem Orchester den temporeichen Allegro-Satz. Sonderapplaus für die jungen Talente.

„Ich freue mich in dir“. Den reichen Jubel der Bachschen Weihnachtstag- Kantate entfaltete der Gautinger Chor gekonnt. Berührend erhob sich das vorausschauende Tenor-Solo „Voller Schrecken“ von Richard Resch zur Orgel (Nina Milborn). Flehentlich sang Susanne Winter mit ihrem warm modulierenden Sopran die Arie „Wie lieblich klingt es“. Der dunkle Bassbariton von Felix Rathgeb mündet in den zuversichtlichen Bach-Choral „Wohlan! So will ich mich an dich, o Jesu, halten, und sollte gleich die Welt in tausend Stücke spalten!“

Mit dem „Magnifikat“ von Georg Philip Telemann, Bach-Zeitgenosse, aber im Barock noch berühmter als der Leipziger Thomas-Kantor, bescherte Keilhack den Gautingern eine finale Sternstunde. Begleitet vom Orchester sang der Chor den Choral „Magnificat anima mea“ (meine Seele preist). Auf die Alt-Arie zum Violin-Solo mit Basso Continuo folgte der wilde Chorjubel. Nach dem triumphalen „Amen, Gloria Patri!“ (Ehre sei dem Vater) brandete im kalten Kirchenschiff ein Beifallssturm mit begeistertem Getrampel auf. Ein musikalischer Festabend!

Christine Cless-Wesle

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