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Alleinstehende Bedürftige dürfen mit 100 Euro rechnen.

Haerlinsche Sozialstiftung

Wieder Weihnachtszuschuss für Bedürftige

Nach der Zwangspause im Vorjahr gibt es heuer von der Haerlinschen Sozialstiftung wieder Weihnachtszuwendungen für bedürftige Gautinger.

Gauting – Der Spenden-Hilfs-Notruf von Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger vor Weihnachten 2016 wurde erhört. Die Haerlinsche Sozialstiftung in Gauting hat wieder „ein Polster“, bestätigt Rathaussprecherin Charlotte Rieboldt. 22 225 Euro gab der Finanzausschuss am Dienstagabend frei. Die Mittel fließen als Weihnachtszuwendungen an 197 Gautinger mit geringem Einkommen, darunter gehandicapte Mitglieder von „Unser Club.“

Im Vorjahr waren es 205 Bedürftige, aber wegen der Null-Zins-Politik blieb der Ausschüttungs-Topf der Sozialstiftung leer. Speziell für Kunden der Tafel, die auf Lebensmittelspenden angewiesen sind, hatte Malergeselle Karl Buberl mit seiner Band „Charly and friends“ damals eine Aktion mit Benefizkonzert gestartet – und spontan 4100 Euro gespendet (wir berichteten). Parallel dazu rührten die Bürgermeisterin sowie ihr Amtsvorvorgänger Dr. Ekkehard Knobloch, aber auch der Seniorenbeiratsvorsitzende Dr. Klaus Wagner die Spendentrommel für die Haerlinsche Sozialstiftung. Mit Erfolg.

Alleinstehende Bedürftige dürfen mit je 100 Euro rechnen. Für jede weitere Person im Haushalt gibt es 25 Euro. Die Liste der derzeit 197 Hilfsbedürftigen im wohlhabenden Gauting haben Rathaus, Kreis-Sozialamt, Gautinger Insel und Gautinger Tafel gemeinsam erstellt, erläuterte Alexandra Heckl im Finanzausschuss. Aus dem Christkindl-Topf werden knapp 20 000 Euro an Einkommensschwache ausbezahlt. Insgesamt 2200 Euro gehen an gehandicapte Gautinger von „Unser Club“ und 200 Euro an zwei Caritas-Altenheimbewohner. Gauting hat zwar gerade kein eigenes Pflegeheim – die Senioreneinrichtung an der Schulstraße wird erst im kommenden Herbst eröffnet –, aber nach dem Abriss des Altbestands sind Bewohner aus Gauting nach Krailling umgezogen. Aktuell sind es zwei ältere Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, sagte die Amtsleiterin. Kämen weitere Bedürftige dazu, hat das Sozialamt freie Hand, festgelegte Weihnachtsbeträge auszuschütten. Der Rechnungsprüfungsausschuss ist ermächtigt, die Liste der Zuwendungsempfänger zu überprüfen.

Christine Cless-Wesle

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