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Die Schülerbeförderung nach Stockdorf besorgt auch künftig Busreisen Pavle. 

Buchendorf

Sturm im Wasserglas um Schülerbeförderung

Eltern aus Buchendorf waren besorgt. Wildeste Gerüchte hatten wegen der Schülerbeförderung die Runde gemacht. Nun herrscht wieder Ruhe: Alles bleibt beim Alten.

Buchendorf „Wir haben große Sorge, dass die Firma Pavle bei der Vergabe der Schülerbeförderung von Buchendorf zur Grundschule Stockdorf nicht mehr zum Zuge kommt“, sagte Anna Zapf in der Bürgerfragestunde. Sie wies auf die europaweite Ausschreibung hin. Zudem waren vor der Gemeinderatssitzung in den sozialen Medien Gerüchte kursiert: Der Schulbusbetrieb zwischen Buchendorf und Stockdorf werde „aus finanziellen Gründen“ ganz eingestellt, hatte ein Vater geschrieben. Stattdessen müssten die Kinder aus Buchendorf im überfüllten MVV-Bus bis zum Gautinger Bahnhof fahren – und von dort mit der S-Bahn zur Station Stockdorf und von dort zu Fuß zur Grundschule an der Zugspitzstraße laufen. Die Verunsicherung für die Eltern: Was passiert bei nicht seltenen S-Bahn-Verspätungen?

So waren mehrere Buchendorfer Eltern zur jüngsten Bürgerfragestunde und der anschließenden Gemeinderatssitzung gekommen. Ihr Anliegen: Ein sicherer Schulweg mit dem Bus, und diese Aufgabe soll auch künftig dem ortsansässigen Unternehmen Pavle übertragen werden. Wegen der verpflichtenden europaweiten Ausschreibung könnte ja auch eine Busfirma aus Spanien den Zuschlag bekommen. Das sei für die Eltern unvorstellbar. „Wir sind mit der Firma Pavle sehr zufrieden“, bekräftigte Anna Zapf. Das Unternehmen sei seit vier Jahrzehnten in Gauting ansässig und befördere die Kinder sicher.

Die Aufregung der Buchendorfer war unnötig. Das wurde ihnen dann beim Tagesordnungspunkt „Schülerbeförderung“ in der Ratssitzung klar. Die Firma Hans Pavle war bei der Ausschreibung im „Staatsanzeiger“ nämlich einzige Bewerberin, war der Sitzungsvorlage für die Gemeinderäte zu entnehmen. Für jährlich 71 000 Euro wurde das Gautinger Unternehmen mit den Fahrten der Schulkinder von Buchendorf nach Stockdorf und zurück wieder beauftragt – bis 2023. Der Beschluss im Gemeinderat fiel einstimmig und ohne weitere Debatte.

Von Christine Cless-Wesle

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