Drama im Hambacher Forst: Journalist stirbt bei Sturz aus großer Höhe

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„Zukunft Gauting“: Fred Rauscher, Ariane Eiglsperger (parteifrei), Unternehmer Dr. Andreas Albath, Benedikt Kössinger (CSU) und Kirsten Platzer (parteifrei, v.l.).

Initiative

„Zukunft Gauting“ setzt sich ein für einen starken Ort

Um die 100 Interessierte informierten sich über die neue Bürgerinitiative „Zukunft Gauting“ von Fred Rauscher.

Gauting– Mit den Gemeinderäten Ariane Eiglsperger, Kirsten Platzer (beide parteifrei), Benedikt Kössinger (CSU) und Dr. Andreas Albath engagiert sich der freiberufliche Grafik-Designer für „einen starken Ort“. Er will erreichen, dass mehr Kaufkraft in der Gemeinde bleibt. Deshalb unterstützt er das Ratsbegehren zu Umsetzung des Baus eines dreitieligen und fünfgeschossigen Gebäudekomplexes mit Edeka-, Drogeriemarkt und 60 Wohnungen auf dem früheren Grundschulareal beim Bahnhof.

„Für ein faires Miteinander“ warb BI-Initiator Fred Rauscher (49) gleich zum Auftakt des Abends. Denn auch Gegner des Ratsbegehrens, Vertreter der Bürgerinitiative „Gauting aktiv“, saßen im Publikum. Die BI hat, wie berichtet, knapp 2700 Unterschriften gesammelt, um die aktuelle Planung des Investorts Sontowski & Partner auf dem Areal neben dem Bahnhof zu verhindern. Auslöser für sein Engagement ist dieses Bürgerbegehren, erläuterte Rauscher. Anders als der Verkehrsexperte Richard Eck (UBG), „der in Gauting jeden Kanaldeckel kennt“, argumentierten die Gegner des von der Ratsmehrheit abgesegneten Bauvorhabens „ohne Fakten“.

Wenn sich das Bürgerbegehren „Gauting aktiv“ durchsetze, werde es einen Baustopp auf dem bereits freigeräumten Grundstück geben, warnte Rauscher. Von einem Jahr Stillstand sprach Gemeinderat Benedikt Kössinger (CSU). „Nüchtern und sachlich“ werde „Zukunft Gauting“ über diese Folgen informieren, so Rauscher. Mit Bannern und Plakaten wolle er die Gautinger motivieren, beim voraussichtlich Mitte April anstehenden Bürgerentscheid zur Wahl zu gehen – und für den Bebauungsplan der Ratsmehrheit zu stimmen.

Die Kampagne „Zukunft Gauting“ werde über Spenden finanziert. Er selbst übernehme die gestalterischen Arbeiten ehrenamtlich, sagte Grafik-Designer und Fotograf Rauscher. Wenn die Aktion mit dem Bürgerentscheid abgeschlossen sei, werde der Verein wieder aufgelöst. Verbleibene Spenden werde er der Gautinger Tafel übergeben.

Im ersten Schritt entscheidet der Gemeinderat am kommenden Dienstag, 16. Januar, 19.30 Uhr, über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens gegen „Baukolosse“, erläuterte Ariane Eiglsperger (parteifrei). In der Debatte warb Gemeinderat Franz Jaquet (CSU) nochmals für den von der Ratsmehrheit mit 21:2 befürworteten Bebauungsplan mit drei fünfgeschossigen Komplexen am Bahnhof – „zum Wohle der klammen Gautinger Gemeindekasse“. Die APO (Außerparlamentarische Opposition) des Bürgerbegehrens gegen Baukolosse sei daher „der falsche Weg.“

Fünf Geschosse beim Bahnhof „sind in Ordnung“, ergänzte der Gautinger Architekt Burkhard Reineking unter dem Applaus der Versammlung. Das gegnerische Argument, der Bauträger wolle nur Geld verdienen, sei absurd, denn: „Was will denn ein Bauträger auch sonst?“ Auch der Verkehrsplan des Münchner Büros Obermeyer für das Projekt sei fertig, erklärte Gemeinderat Richard Eck (UBG): Der Gehsteig werde von 2,5 auf vier Meter verbreitert – als Geh-/Radweg. Vom Bahnhof Richtung Hauptplatz sei ein Radschutzstreifen mit Vorfahrt geplant.  cc

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