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Mit einer Bürgerversammlung endete der Informationstag zum Bahnhofsviertel. 

Neubauplanung

Bahnhofsviertel im Fokus der Gautinger

Das Areal der alten Grundschule beim Bahnhof ist das Filetgrundstück Gautings. Bei der Info-Veranstaltung mit interessierten Bürgern protokollierte Rechtsanwältin Kerstin von Staa die vorgetragenen Einwendungen zum Planentwurf des Investors Sontowski + Partner.

Gauting – Regen Betrieb hatten Architekt Tobias Bünemann und Johannes Pohl, Geschäftsführer der Investorengruppe schon den gesamten Tag gehabt. Sie erklärten den Besuchern im Rathausfoyer die Neubaupläne fürs frühere Grundschulareal. Drei fünfgeschossige Wohn-/Geschäftshäuser sollen dort entstehen. Im Sockelgeschoss ist eine Passage mit Edeka-Markt, DM-Drogerie und zwei kleineren Geschäften vorgesehen.

Ziel sei es, die ortsansässigen Läden an der Bahnhofstraße zu beleben, erläuterte Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger das Ergebnis des aktuellen Cima-Gutachtens. Am Donnerstag war der Bürger gefragt.

Im Gespräch mit dem Elternbeirat der benachbarten oberen Grundschule an der Ammerseestraße habe er bereits viele Anregungen bekommen, sagte Architekt Tobias Bünemann am Abend: Die Grenze bei der neuen gemeinsamen Tiefgaragen-Zufahrt, die auch das von der Ratsmehrheit beschlossene Parkdeck erschließen wird, werde begrünt. Vom bald neu gestalteten Busbahnhof zum Pausenhof der neuen Schule werde voraussichtlich eine Rampe angelegt – als direkter Weg für die Schulkinder.

„Das ist das größte Bauvorhaben an prominenter Stelle“, sagte Dr. Ulla Ziegler. Die Sprecherin der neuen Arbeitsgruppe ArchitekturSichten empfahl, der Gemeinderat solle einen unabhängigen Gestaltungsbeirat hinzuziehen. Mit fünf Geschossen werde das Neubauvorhaben am abschüssigen Platz des Kriegerdenkmals viel zu hoch, argumentierte Ziegler und plädierte für „ortsverträgliche“ drei Stockwerke. Denn andernfalls verlangten auch benachbarte Bauherren an der Bahnhofstraße fünf Geschosse.

Ihr Mitstreiter Dr. Andreas Romero vermisste im Entwurf sozialverträglichen Wohnungsbau. Das habe Romero selbst in der Hand gehabt, konterte die Bürgermeisterin. Schließlich habe er für die SPD bis 2014 im Gautinger Gemeinderat gesessen. Bei ihrem Amtsantritt sei sie mit der Tatsache konfrontiert worden, zur Finanzierung der Sanierung der Grundschule beim Rathaus das Grundstück der alten Grundschule zu vermarkten. Dazu habe sich der Vorgänger-Gemeinderat verpflichtet.

Johanna Degkwitz kritisierte „aggressive feindliche Kuben“ im öffentlichen Raum. Der alte Bahnhof wirke daneben „lächerlich.“ „Danke, dass sich endlich etwas tut“, lobte hingegen Markus Proksch den Entwurf mit Edeka-Markt. Denn künftig müsse er zum Einkauf nicht mehr bis Stockdorf fahren, sagte der Gautinger.

Und so geht‘s weiter: Bis 6. Mai können Bürger ihre Anregungen in die Box im Rathausfoyer einwerfen – oder an beteiligung@gauting.de senden. Welche Anregungen in die Planung einfließen, entscheidet der Gemeinderat.

Christine Cless-Wesle

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