Entscheidung bekannt: Das planen die Bayern mit Coman

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Bei der Eröffnung des Gautinger Breitwand: Betreiber Matthias Helwig und die Pächter des Restaurants Abacus Katharina Wrase und Ralph Mansour-Agather (v.l.).

kino breitwand gauting

Ein Renner und eine sehr gute Auslastung

Gauting - Zum Jahreswechsel hat Matthias Helwig eine erste Bilanz seines Mitte Oktober eröffneten eigenen Kinos in Gauting gezogen. Der Gilchinger Unternehmer äußerte sich zufrieden, sprach von einer Auslastung „zwischen 25 und 30 Prozent“. Helwig hat drei Millionen Euro in den Neubau investiert.

„Ich werde so lange abbezahlen müssen, dass ich das gar nicht mehr erlebe“, sagt der Kinobetreiber Matthias Helwig. Der 56-jährige Cineast hat in den Neubau seines ersten eigenen Kinos in Gauting, das er wie seine gepachteten Filmtheater „Breitwand“ getauft hat, drei Millionen Euro (einschließlich Grundstück) investiert. Und viel Energie: „Aber das wusste ich ja vorher“, erklärt der Leiter des Fünf-Seen-Filmfestivals. Überzeugt fügt Helwig bei einer ersten Bilanz zum Jahreswechsel am Abend vor Silvester hinzu: „Doch das Positive überwiegt: Gestern hatte ich ein volles Jazzkonzert, heute einen vollen Tangoabend.“

„Ich bin zufrieden“, zieht der Gilchinger Zwischenbilanz der ersten Wintersaison im neuen „Breitwand“. Er freue sich, dass die Gautinger das Kino annehmen: „Ich stehe vor dem Haus, sehe, wie sich Menschen im offenen Treppenhaus begegnen – und die Programme durchschauen.“ Positives überwiegt. Doch die hohe Investition sei eben auch ein Faktum. Er denke aber nicht ständig darüber nach. „Ich erwarte nicht, dass Wunder geschehen“, fügt der erfahrene Kinobetreiber hinzu.

Im Angebot müsse er sich nach den Filmen richten, die auf dem Markt sind. Am erfolgreichsten war auch im Gautinger Breitwand die Flüchtlingskomödie „Willkommen bei den Hartmanns.“ Unter den anderen Filmen hat sich im Gautinger Kino kein weiterer Renner hervorgetan, resümiert Helwig. Manche Besucher müssten das verkehrsgünstig direkt am S-Bahnhof gelegene „Breitwand“ erst noch entdecken. „Gestern hatte ich einen Zuschauer aus Obermenzing in dem wunderbaren Film ,Die Überglücklichen‘“, denn der Film sei in seiner näheren Umgebung nicht gelaufen.

Von Matinéen über Kinderfilme bis hin zu Film-, und Regisseur-Gesprächen, Originalen in spanischer, französischer und italienischer Sprache sowie Jazz- und Tango-Veranstaltungen: „Die Gautinger freuen sich, dass sie solch ein Angebot vor Ort haben“, erzählt Helwig vom positivem Feedback. Auf Publikum-Wunsch zeige er am 31. Januar erstmals die Live-Übertragung der Verdi-Oper „Trovatore“ aus dem Londoner Covent Garden.

Beim Bau des neuen Kinos habe es zwar Ärger, Verzögerungen und Momente gegeben, „wo ich dachte, das wird nie fertig, und ich mich fragte: Wird’s überhaupt angenommen?“ Doch „jetzt leben wir hier und haben neben unserer Arbeit positive Momente“, erklärt der Cineast, der „die meiste Zeit leider im Büro verbringt“. Helwig leitet einen Betrieb mit 40 Mitarbeitern.

Grundsätzlich habe sein neues Breitwand „eine sehr gute Auslastung“. Die vier Säle und die Lounge seien im Durchschnitt „zu 25 bis 30 Prozent“ mit zahlenden Besuchern besetzt. Damit trage sich die Investition. Das obere Foyer vermiete er regelmäßig für Geburtstagsfeiern. Und das verpachtete Restaurant Abacus gleich nebenan sei eine „sehr gute Ergänzung“.

Keine Einbußen durch die Konkurrenz aus eigenem Haus hat der Leiter des Fünf-Seen-Filmfestivals in seinen anderen Kinos: Weder im Starnberger Breitwand, noch im Schloss Seefeld habe sich das Gautinger Kino negativ auf die Zuschauerzahlen ausgewirkt, sagt der Gilchinger. Premiere: Beim 11. Fünf-Seen-Filmfestival 2017 wird das Gautinger Breitwand im Mittelpunkt stehen.

Verwundert ist Matthias Helwig über diesen Aspekt: Den Sneak-Preview (Überraschungspremiere von Filmen, die noch gar nicht gestartet sind) – „in München der große Renner“ – haben die Gautinger bisher nicht entdeckt: Am späten Freitagabend lief bei diesem Geheimtipp der schon bei den Filmfestspielen in Venedig frenetisch gefeierte Eröffnungsfilm „LaLaLand“.

Christine Cless-Wesle

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