Steuer-Vorschlag für Gauting

Sollen Pferdehalter bald zahlen?

Gauting - Der Gautinger Gemeinderat wird sich wohl bald mit einer neuen Steuer befassen müssen: für Pferde. Ein Gemeinderat hat einen Antrag dazu angekündigt.

In Zeiten der Not müssen Kommunen schauen, woher sie Geld bekommen. In Gauting hat Gemeinderat Wolfgang Meiler (Bürger in Gauting) eine Idee: Er will eine Pferdesteuer beantragen. Seine Argumentation: Als Hundehalter müsse man grundsätzlich 35 Euro entrichten. Da sei eine „Luxussteuer“ für Reiter mit eigenem Pferd nur recht und billig, sagte er im Finanzausschuss am Dienstagabend.

Bislang gibt es in ganz Bayern noch keine Kommune, die eine Pferdesteuer erhebt. Rein rechtlich ist dies durch ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom August 2015 möglich.

Meiler argumentierte auch mit den Schäden, die Rösser verursachen. Der Gemeinde entstünden Kosten durch die Pferdeäpfel, die Straßen und Wege verunreinigten. Da der Unterhalt eines einzigen Pferds bis zu 1000 Euro im Monat verschlinge, seien den Haltern durchaus 200 Euro Steuer im Jahr zuzumuten. Beim Reit- und Fahrverein der Holzschleif in Gauting Süd gibt es laut Homepage momentan 36 Boxen und elf Schulpferde für den Nachwuchs. Weitere Pferde stehen beim Reiterverein Neuried-Gauting in Hausen.

Im Landkreis gibt es rund 2700 Pferde, weist eine Statistik des Landkreises aus, die meisten in Starnberg und Berg. Eine Art Abgabe für Reiter gibt es bereits: „Jeder Reiter, der im Landschaftsschutzgebiet oder auf privaten Wegen unterwegs ist, muss ein Pferdekennzeichen haben“, sagt Landratsamtssprecher Stefan Diebl. Die Abgabe wird pro Reiter, nicht pro Pferd entrichtet und zwar einmalig in Höhe von 15 Euro. Im Vergleich zu den Summen, die in Gauting diskutiert werden, ein eher geringer Betrag. 

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