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Die Königswieser Unterführung ist alt und wird voraussichtlich ab März 2019 erneuert. Seit April dieses Jahres sind die Verkehrsverhältnisse etwas geordneter: Eine Ampel regelt den Verkehr, zudem sorgt ein provisorischer Gehweg für mehr Sicherheit für Fußgänger.

Ausbau der Unterführung

Königswiesen: 2019 beginnt das Chaos

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Königswiesen  - Die Königswieser können sich 2019 auf ein Chaos gefasst machen, wenn Ortsdurchfahrt und Unterführung erneuert werden. Der Ort ist für 15 Monate nicht passierbar. Und viel teurer als gedacht wird es auch.

Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Königswiesen, die das Landratsamt im Zuge des Neubaus der Eisenbahnunterführung in Königswiesen anstrebt, wird dem Ort und seinen Bewohnern einiges abverlangen. Und den Behörden: Die arbeiten im Moment daran, die eigentlichen Bauarbeiten, die Zufahrt zu den Anwesen, Platz für Radler und Fußgänger und den Busverkehr in einem eigentlich für den Verkehr gesperrten Ort auf die Reihe zu kriegen.

Baubeginn für das Mammutprojekt ist für März 2019 geplant, das Ende ist für Juni 2020 avisiert. Die drei großen Straßen in Königswiesen – Hauser Straße, Mühlstraße und Königswieser Straße – sind teils immer wieder, teils durchgehend gesperrt. Wie der Busverkehr laufen wird, ist laut Kreisverkehrsmanagerin Susanne Münster noch ungeklärt. Die teuerste Variante – Umleitung des Busses über Hausen und Unter-/Oberbrunn – würde den Kreis alleine 61 000 Euro kosten. Apropos Umleitung: Wie der Autoverkehr laufen soll, wird laut Münster auch noch ausgekartelt. Zur Wahl stehen Wirtschaftswege und die Königswieser Straße, die nach Gauting führt. Allein 380 000 Euro hat Kreiskämmerer Stefan Pilgram eingeplant, um mögliche Umleitungen für den Verkehr herzurichten.

Im Februar 2017 soll das Planfeststellungsverfahren beim Eisenbahnbundesamt eröffnet werden. Dann gebe es sicher auch Erörterungstermine, sagte Pilgram gestern im Umwelt- und Verkehrsausschuss. Das ist der Punkt, an dem die Bürgerinitiative Königswiesen, die massiv gegen den Ausbau war, wieder einhaken könnte. Wie berichtet, hatte sich die BI gegen den Ausbau gewandt, weil sie zusätzlichen Verkehr für Unterbrunn befürchtet. Auf Initiative des Landkreises wird die Unterführung normgerecht auf 4,50 Meter ausgebaut, also größer als jetzt (wir berichteten). Nur so gibt es Fördermittel von der Regierung von Oberbayern. Auch die Feuerwehr, die Rettungsleitstelle und die Landwirte hatten sich für einen größeren Ausbau eingesetzt. Michael Muther (Freie Wähler) unterstrich, dass diese Entscheidung richtig ist: „Wenn man schon baut, dann sollte man vernünftig bauen.“

Ach ja, finanziell verlangt das Projekt dem Landkreis auch noch einiges ab: Statt der zu Planungsbeginn avisierten 1,1 Millionen Euro geht Kämmerer Pilgram im Moment von 1,5 Millionen Euro aus. Bestenfalls fällt die Förderung so gut aus, dass der Kreis nur rund eine Million zahlen müsste. Genaueres weiß man erst später.

Kreisrat Gerd Mulert (Grüne) machte seiner Überraschung angesichts der Kosten Luft: „Wir haben das Vorhaben immer abgelehnt. Jetzt sind wir ratlos und entsetzt.“ Die gute Nachricht kam von der Bahn: Sie beteiligt sich stärker als gedacht.

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