Nach der Wasserleitung kommt die Gasröhre dran: Arbeiter haben gestern in der Grubmühlerfeldstraße die Gasleitungen über dem Wasserrohr abgedichtet. Eine der Gasleitungen ist eine Hochdruckleitung, die Sicherheitsstufe 1 unterliegt. Foto: svj

Chaos nach dem Wasserrohrbruch

Gauting - Der Wasserrohrbruch stellte zahlreiche Gautinger am Samstag vor Probleme. Ein Haus an der Kurt-Huber-Straße ist völlig unbewohnbar.

„Am Samstag um 7 Uhr in der Früh hörte ich komische Wassergeräusche im Haus“, berichtet der Familienvater, der an der Kurt-Huber-Straße wohnt. „Ich habe sofort die Hauptleitung im Keller abgedreht. Aber das Geräusch hörte nicht auf.“ Der Gautinger alarmierte daraufhin die Feuerwehr. Mit 30 Freiwilligen war Kommandant Stefan Klaußner im Einsatz. Acht Stunden lang pumpten die Feuerwehrleute.

„Wir haben keinen Strom und keine Heizung mehr im Haus“, erzählt der Gautinger. Nach dem Wasserrohrbruch an der Grubmühlerfeld-/Ecke Kurt-Huber-Straße sei sein Heim unbewohnbar. Nur wegen der Kinder, 13 und 7 Jahre alt, und wegen Hund und Katz bleibe er auf dem Grundstück. Im Garten hat der Ingenieur eine Art Notunterkunft installiert. Eigentlich müsste die Haftpflichtversicherung des Würmtal-Zweckverbands seiner Familie ein Hotel zahlen, bis die Technik im Haus wieder funktioniert, sagt der Gautinger.

Auf einer Länge von zwei Meter ist eine 300-Millimeter-Leitung zu Bruch gegangen: Da fließt viel Wasser mit viel Druck heraus. „Es waren 5500 Kubikmeter Wasser“, sagt der Chef des Würmtal-Zweckverbands, Klaus Krüger. Was die Ursache für den Defekt war, kann er noch nicht sagen. Vielleicht wird man es auch nie herausfinden. Fakt ist, dass das gusseiserne Rohr aus dem Jahr 1958 gebrochen ist. Vielleicht, weil bei der späteren Verlegung von anderen Sparten das Erdreich nicht ordentlich verdichtet wurde, vielleicht, weil durch Bautätigkeit in der Nähe der Boden in Bewegung geraten ist. Grundsätzlich sei Gusseisen das Material der Wahl für den Boden im Würmtal, unterstreicht Krüger.

Das Leck in der Grubmühlerfeldstraße war am Samstag jedenfalls schnell gefunden: „Da spritzte das Wasser raus“, berichtet Krüger. Die Reparatur sei alles andere als einfach gewesen. Über der Wasserleitung verlaufen eine Hochdruckgasleitung und eine normale Gasleitung sowie eine Telekommunikations- und eine Stromleitung. „Wir konnten die Leitung mit einem normalen Bagger gar nicht freilegen.“ Mit einem Minibagger, mit Schaufeln und von Hand sei gearbeitet worden, auch die Nacht zum Sonntag hindurch. „Ich bin froh, dass die Leute am Sonntag wieder Wasser hatten.“

Die Schäden durch den Wasserrohrbruch, etwa die in dem Anwesen am Kurt-Huber-Weg, seien durch eine Versicherung abgedeckt, sagt der Geschäftsführer. „Ich kann der Versicherung nicht vorgreifen, aber in der Vergangenheit gab es in diesen Fällen keine Probleme.“

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