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Die Gautinger Kirchentür wird Dr. Günter Riedner nach mehr als elf Jahren hinter sich schließen.

Evangelische Kirchengemeinde

Pfarrer Riedner klettert die Karriereleiter rauf

Gauting - Gautings evangelischer Pfarrer Dr. Günter Riedner verlässt Gauting zum 1. Februar und wechselt zum Landeskrichenamt. Die Stelle wird erst in einem halben Jahr neu ausgeschrieben.

Pfarrer Dr. Günter Riedner lacht fröhlich, als er sich fürs Foto am Portal der Christuskirche schnell noch das leinene Beffchen bindet. Dabei fällt ihm ein, dass er bei seinem früheren Einsatz als Militär-Geistlicher in den USA mal keines dabei hatte. Kurz entschlossen hat sich der evangelische Pfarrer damals ein Papiertaschentuch umgebunden – „und keiner hat‘s gemerkt“.

Doch so heiter ist der Anlass unseres Besuchs bei Riedner nicht: Zum 1. Februar verlässt der Pfarrer nämlich Gauting – er wechselt zum Landeskirchenamt in München. „Man sollte dann gehen, wenn die Leute es noch bedauern.“ Mit diesen Worten hatte Dekan Stefan Reimers Riedners Stellenwechsel mit Karrieresprung tatkräftig unterstützt. Der promovierte Theologe wird in München Leiter des theologischen Prüfungsamts der Landeskirche. Er müsse dann zwar viel reisen, Professoren, Vikare, Studenten und Religionspädagogen auf Prüfungen vorbereiten, aber: „Das ist ein Büro-Job, sonntags habe ich frei“, freut sich der 58-Jährige auf die nahe Zukunft.

In Gauting kursierten schon wilde Gerüchte, warum er denn von Gauting den Rücken kehre, räumt der Vater von zwei erwachsenen Töchtern ein. Es gebe keinen besonderen Grund. Im Gegenteil: „Ich habe mich in dieser Gemeinde immer sehr wohl gefühlt. Die elfeinhalb Jahre in Gauting waren für meine Familie und mich eine gute und wichtige Zeit.“ In der Regel wechsele ein evangelischer Pfarrer nach etwa einem Jahrzehnt die Stelle, damit etwas Bewegung in die Geistlichkeit kommt.

Zwischen Umzugskisten erzählt der Theologe begeistert von seinen bisherigen Aufgaben. Und er lobt die Zusammenarbeit mit dem Kirchenvorstand, dem Bauausschuss, der Pfarramtssekretärin Anita Drexler, dem Mesner, mit Michaela Heinz vom Ambulanten Hospizdienst, mit seiner Kollegin Johanna Graeff „Es gibt in dieser Gemeinde so viele engagierte Leute: Ich fühlte mich total gut aufgehoben.“ Aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend: Weil sich seine Frau, Psychoonkologin Dr. Carola Riedner, gewünscht habe, im Gautinger Freundeskreis zu bleiben, „haben wir hier ein Haus gemietet“. Offiziell wird er am Sonntag, 22. Januar, bei einem Gottesdienst vom Dekan verabschiedet. Danach wird der Gautinger Kirchenvorstand die Stelle neu ausschreiben. Erst nach der üblichen halbjährigen Vakanz komme ein Nachfolger – vermutlich zum 1. August

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